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Karadekid

Kobra-Kai-Dojo

Karadekid mit seinen Kumpel aus dem Kobra-Kai Dojo

Noch 9 Tage bis zur Hochzeit

Karate! Des isses! Ka-Ra-Tee ist eine asiatische Kampfkunst, die wörtlich übersetzt leere Hand bedeutet und somit ganz gut zu meinem Diätplan passt. Diese Sportart wollte ich schon immer mal machen, seitdem ich als Kind den Film Karate Kid gesehen habe, bei dem sich der ehrgeizige Karateka Johnny gespielt von Willi Zabka gegen einen aufsässigen Emporkömling zur Wehr setzen muss. Für Karate spricht, dass es ein abwechslungsreiches Fitness-Training für Körper und Geist ist und Eve und ich es gemeinsam machen können, im Vergleich zu Laufen, Squash (Sportart) oder anderen Sportarten, die immer einen gewissen Leistungsunterschied mit sich bringen, der den einen oder anderen langweilt. Beim Karate schlug sie sich, im wahrsten Sinne des Wortes, richtig gut. Hätte nicht gedacht, dass sie so zu treten kann 🙂 Zum Glück hatte ich die sogenannte Bratze, die ihr Kicks ein wenig abfederte. Wir lernten gleich einen richtig wirkungsvollen Griff zur Abwehr von Schlägen, den Eve schnell in Perfektion beherrschte und mich ein ums andere mal auf die Matte schickte. Da kamen ihr ihre Vorkenntnisse aus einem Tae-Kwon-Do-Kurs wahrscheinlich zu gute. Außerdem musste man beim Zombie-Lauf mehrere Angreifer gleichzeitig abwehren. Nach rund 75 Minuten war ich total durchgeschwitzt und hatte viel Spaß gehabt. Wir werden uns jetzt einem Karate-Verein anschließen und möglichst schnell den Schwarzen-Gürtel ins Visier nehmen.

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Fröhliche Ostern!

Action Animals

Radek Rabbit wünscht Frohe Ostern

Ostersonntag! Für die, die es nicht wissen: Das ist der Tag an dem Jesus Christus auferstanden ist! Eine beachtliche Leistung, die zu Recht gefeiert wird! Ich habe mich mit einem Zwiebelrostbraten im Happinger Hof ziemlich vollgestopft. Mampfe dazu noch zwei Ostereier. Eier sind übrigens sehr gut fürs Abnehmen. Hätte jedoch zu diesem Zeitpunkt selbst nicht dran gedacht, heute noch ein Workout durch zuziehen. Doch die Autofahrt bei Sonnenschein nach München hat mich motiviert und so machte ich das 9. Workout von meinem persönlichen Youtube-Fitness-Coach Karl Ess.

Diesesmal hat er sich vier Übungen a 30 Sekunden ausgesucht, die es in sich hatten.

  • Seitlich versetzte Liegestütze für die Brustmuskulatur
  • Kniebeugen für Arsch und Oberschenkel
  • Liegend-Radeln für die Bauchmuskeln
  • Bergsteiger: für die Kondition

Nach jeder Runde genehmigt mir Karl eine 30-sekündige Verschnaufpause, die aufgrund der Kombination von Liegend-Radeln und Bergsteiger auch dringend nötig ist. Liegestützen und Kniebeugen sind dagegen die reinste Erholung. Insgesamt sieht das heutige Programm drei Runden mit den vier Disziplinen vor. Ich mache jeweils 15 Liegestützen, 15 Kniebeugen, 50 Beinschläge beim Liegend-Radeln und 50 Bergsteiger. Als Karl nach 3 Runden aufhört mache ich noch zwei Bonus-Runden. Meine Bilanz für einen Ostersonntag kann sich somit sehen lassen:

10 Minuten-Workout

75 Liegestützen

75 Kniebeugen

250 Liegend-Radel-Beinschläge

250 Bergsteiger

1 Zwiebelrostbraten vom Mittagessen, der beinahe wieder hochkommt

154 Herzschläge pro Minute

Ich bin gut erschöpft und schwitze. Oster-Workout erledigt!

Neue Fitness-Übung: Stehend Radfahren

Ich habe außerdem in der vergangenen Woche eine Fitness-Übung für den Alltag erfunden: Stehend Radfahren!

Sinn dahiner ist, dass die Oberschenkel und der Gluteus Maximus (Arsch) die größten Muskeln im Körper sind. Wenn man diese trainiert ist das die effektivste Methode um Fett an Oberschenkeln, Hüfte und Bauch zu verbrennen.

Dazu trete ich so lange wie es geht in die Pedale ohne dabei den Sattel zu berühren.

Wenn die Muskeln brennen, zähle ich bis zehn und setze mich zur Regeneration wieder auf den Sattel.

Wenn ich mich wieder erholt habe geht das Spiel von vorne los.

So werden selbst kurze Fahrten zu einem kleinen Workout und man verkürzt sich die Zeit auf dem Rad.

28. Radek gegen die Maschin‘

Bananen-Shake nach dem Laufen

Bananen-Shake nach dem Laufen

10.2.2014 – noch 172 Tage bis zur Hochzeit – Maria Riesch holt Olympia-Gold in der Kombination in Sotschi.

Sonntag war sportliche Pause. Am Monatg wurde es erst abends sportlich. Während Eve erstmals ins Volleyball-Training ging, vertrieb ich mir die Zeit auf den Straßen und Treppen Haidhausens. Ich hatte sogar richtig Bock zum Laufen und war gespannt, wies läuft. Die Beine waren noch ein bißchen schwer vom samstags-Squash-Match gegen Phily, das ich übrigens mit 4:1 nach Sätzen gewonnen habe. Wechsle erstmals meinen Laufpulli vom grauen, kuschligen Monaco Sports-Sweater zum leichten, dynamisch, blauen Adidas-Sweater.

Laufe los wie ein wilder Stier und schaffe den ersten Kilometer in der olympischen Bestzeit vno 4:20 Minuten bei einer Geschwindikeit über 13 Km/h. Bis zum Friedensengel halte ich das Tempo in etwa. Drehe wie immer meine Runden auf den 96 Stufen (48 rauf, 48 runter). Brauche heute gar keine Ablenkung für mein sonst immer maulendes Hirn. Höre einfach Musik und hab a Guade Zeit. Ertappe mich dabei dass ich tänzelnd über die Stufen schwebe. Ab und zu kreuzen andere Läufer meinen Weg, die mich zusätzlich motivieren das Ende der Stufen vor ihnen zu erreichen. Nach 30 Etappen dehne ich mich kurz und trete den Heimweg an.  Im Vergleich zu vor einem Monat fühle ich mich als könnet ich Bäume ausreißen. Das würde ich natürlich nie tun, gibt ja sowieso nur noch sowenige davon. Auf dem Heimweg lege ich noch einen Zwischensprint gegen den 191er Bus ein. Muss allerdings einsehen, dass ich noch nicht so schnell bin wie eine Maschine. Noch nicht! Außerdem gibt es noch einen Sprint durch den Leuchtenbergtunnel mit anschließendem Treppenfinish. Ich laufe ohne Stop auf einer grünen Welle nach Hause und absolviere so auf jedem Teilabschnitt mehr als 10 Km/h.

27. Tschau, Loser-Stempel!

Phil und Radek Vegas beim Squash

Phil und Radek Vegas beim Squash

8.2.2014 – Noch 174 Tage bis zur Hochzeit

Obwohl ich erst um fünf Uhr morgens zuhause war, stellte ich mir eisern den Wecker auf 12 Uhr um mit Phily im Racket-Park in Haar Squash zu spielen. Eve war schon längst weg, weil sie mal das Langlaufen ausprobieren wollte. Da ich Langlaufen höchstgradig albern finde, war ich froh, dass ihre Schwester sie begleitete und sie so nicht auf die Idee kam mich zu fragen. Männer gehen schließlich Squash spielen!

Es war Zeit für das dritte Match gegen meinen Bruder Phily. Die ersten beiden habe ich verloren. Um es mit den Worten von Thomas Müller zu sagen: „Wenn man das Ding zum dritten Mal nicht gewinnt, dann hat man irgendwie einen Loser-Stempel drauf!“ Recht hat er! Die Buchmacher räumten mir eine Siegchance von 25% ein. Also setzte ich eine große Summe auf mich selbst. Mein großer Vorteil war, dass ich mir mal die Zeit genommen hab die Squash-Regeln bei Wikipedia nachzulesen. Dort steht, dass ein Squash-Satz bis 11 geht. Gegen K und die anderen habe ich immer bis 11 gespielt. Nur Phily bestand in unseren Matches zuvor darauf, dass wir bis 15 spielen. Wären diese Sätze bis 11 gegangen, hätte ich die ersten beiden Matches wahrscheinlich gewonnen, weil ich meist als erster die 11 Punkte erreichte, dann aber abbaute. Das konnte mir jetzt nicht passieren.

Relativ deutlich sicherte ich mir den ersten Satz. Phily hatte einen ganz schlechten Tag erwischt. Ihm gelang nicht viel und er fing schnell an zu hadern. Das änderte sich auch im zweiten Satz nicht, obwohl dieser knapper an mich ging. Im dritten Satz knickte Phily um und wir legten eine kurze Pause ein. Als es wieder weiterging holte er auf, doch den Satz holte ich mir mit Ach und Krach in der Verlängerung. Phily schmiss sogar seinen Schläger vor Wut. Das war fast vergleichbar mit dem Wutausbruch von K, als ich in einem einseitigen Satz beim Stand von 0:10 meinen ersten Punkt machte. Gegen Phily führte ich jetzt jedenfalls mit 3:0 nach Sätzen. Im vierten Satz drehte der zweimalige Radek-Bezwinger allerdings auf und holte angetrieben von Selbsthass seinen ersten Satzgewinn. Für mich galt es jetzt um jeden Preis ein zweites Haaraloo zu vermeiden. Das gab es vor rund einer Woche, als ich gegen K bereits mit 3:1 nach Sätzen führte und am Ende doch noch mit 3:4 unterlag. Entsprechend angekotzt habe ich es bisher mit keinem Wort erwähnt.

Im fünften Satz wurden die Ballwechsel immer hochklassiger. Phily witterte noch seine Chance und bei mir zitterten die Hände und Knie in Anbetracht des ungewohnt nahen Siegesgefühls. Allerdings hatte Phily beim Stand von 10:9 schon Satzball. Ich wehrte ihn ab und erspielte mir selbst einen, den ich schließlich verwandelte. Wie Michael Stich 1991 im Wimbledon-Finale brach ich jubelnd und heulend gleichzeitig zusammen. Endlich konnte ich den Squash-Court als Sieger verlassen! Tschau, Loser-Stempel!

24. Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel - 30 Friedensengelrunden

Der Weg ist das Ziel – 30 Friedensengelrunden

Tag 30: 31.1.2014 – Noch 183 Tage bis zur Hochzeit

Nach mehr als einer Woche stehe ich wieder um 7 Uhr auf um zu laufen. Habe gewichtstechnisch in letzter Zeit keine Fortschritte gemacht und die Erkenntnis gewonnen, dass dem Bauchfett nur durch Laufen Herr zu werden ist. Außerdem heiße ich ja Running Radek und nicht Squashing Radek.

Habe mir gestern zum Abendessen ein Omlett gemacht. Ich weiß, dass man das eigentlich anders schreibt, aber wir sind ja nicht in Schweden! Eier, Schafskäse, Schinken. Jede Menge Eiweiß. Deswegen bin ich wahrscheinlich einigermaßen wach. Ich mache mir vor dem Lauf einen Bananenshake, schnüre meine Schuhe und setze mich in Bewegung. Mittlerweile hat der Winter Einzug erhalten, was die Sache nicht einfacher macht. Lasse es langsam angehen. 30 Friedensengelrunden warten auf mich.

Das letzte Mal, als ich hier war, drehte die Fußballnationalmannschaft gerade den Film „Running Radek“. Jetzt hab ich den liebevoll „Frieder“ genannten Parkour wieder für mich allein. Sammle für jede Runde ein Stück Schnee. Die ersten 10 Runden sind schnell gedreht. Dann meldet sich der Schweinehund wieder zu Wort. In den darauffolgenden Runden male ich mir aus, wie ich ihm einen Stock in den Arsch ramme und ihn auf offener Flamme wendenderweise grille, wie es mein Körper mit der Tüte Fett über meinem stählernen Sixpack machen soll. Mhm… Schinken! Als ich die Hälfte geschafft habe, gönne ich mir einen Bissen vom Grüntee-Fruchtriegel, den mir mein Kollege Michael zusammen mit einem ganzen Korb voller Fitness-Essen zur Unterstützung geschenkt hat.

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Die zweiten 15 Runden sind reine Willenssache. Die richtige Motivationsmusik lässt mich mit Kopfkino die Monotonie des Treppauf-Treppabs vergessen und Rockys beste Kämpfe Revue passieren. Nimm das, Apollo Creed! In your Face, Clubber Lang! Fahr zur Hölle, Ivan Drago!

Weiterer Motivations-Tipp: keine schlechten Gedanken an einen ranlassen und Phrasen wie „aufgeben“, „nicht mehr können“, „sterben wollen“ und „am Arsch lecken“ aus dem Wortschatz streichen. Stattdessen einreden, dass es Spaß… naja, wenigstens Sinn macht. Idealerweise denkt man überhaupt nicht, sondern tut es einfach.

Ehe ich mich versehe hab ich 30 Runden geschafft und habe sogar Gänsehaut, als ich das letzte und damit 30. Stück Schnee platziere. Vielleicht liegts auch daran, dass ich so langsam war und es ziemlich kalt ist. Verzehre den letzten Rest Grüntee-Riegel und trete den Heimweg an. Durchbreche dabei erstmals seit Trainingsbeginn am 2.1. Die Schallmauer von 12 km/h auf dem Teilstück Kirchenstraße! Trotz 30 Friedensengelrunden in den Knochen laufe ich den letzten Kilometer mit einem für mich beinahe sensationellen Schnitt von 11,6 km/h. Mein Soll für heute ist mehr als erfüllt. Dennoch gibts natürlich die ein oder andere Einheit mit dem Fitnessrad. Überlege, ob ich das im großen Stil vertreiben soll. Immerhin haben es schon mindestens zwei Leute auf meinen Tipp hin gekauft. HSE würde es bestimmt mit Handkuss ins Sortiment aufnehmen, wenn ich in ein paar Monaten meine Vorher-Nachhergeschichte an das Fitnessrad kopple.

Fazit nach einem Monat Fitness-Training:

Gewicht: 87,8 Kg (stagniert)

Laufdistanz: 80 Kilometer

Squash: 9x (1 Sieg, 8 Niederlagen)

Fußball: 1x

Friedensengel-Runden: 101

Fitness-Rad: 20 Wiederholungen 3x am Tag

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

Fitness-Rad

Ernährung: krasses Verlangen nach Burgern

Fazit: Ohne Laufen ist das Gewicht relativ konstant geblieben. Habe mir vor allem auf meinem Frankfurt-Ausflug abends Pizza und Burger reingehauen. Zu Beginn des zweiten Trainings-Monats werde ich wieder jeden 2. Tag Laufen und abends möglichst eiweißhaltig essen.

Außname ist der Sonntag, der 2.2. an dem ich mit Eve eine nächtliche Superbowl-Party mit Burger und Budweiser-Bier feiern werde. Falls jemand am 3.2. ebenfalls frei hat oder danach direkt in die Arbeit gehen will: das Neumarkter-Stadion hat noch Plätze frei. Als alter South-Park-Fan bin ich natürlich für die Denver Broncos, für die dort sogar in der Kirche gebetet wird, während Seattle höchstens aus den Simpsons bekannt ist, weil es der lustigste Name für eine Stadt ist, den man sich vorstellen kann. Also: Let’s go, Broncos!

21. „Non-Smokin“ Radek Frazier vs. Muhammad „The Greatest“ Philly

Phil und Radek Vegas nach ihrem 2. Duell

Phil und Radek Vegas nach ihrem 2. Duell

Tag 24: 25.01.2014 – Noch 189 Tage bis zur Hochzeit

Nach dem Squash-Match des Jahrhunderts gegen meinen Bruder Muhammad „the Greatest“ Philly (formerly know as Gassius Gay) wollte ich, „Non-Smokin“ Radek Frazier, am Freitag eigentlich einen ruhigen Tag mit Büro-Fitness-Training mit meinem geliebten Fitness-Rad einlegen. Doch wie’s der Zufall will, war im Racket-Park Haar zur besten Sendezeit um 18.45 Uhr ein Court frei! Da habe ich nicht lange gefackelt und die erst gestern geforderte Revanche schien in greifbare Nähe zu rücken: The Thrilla von Haarnilla!

Leider streikte die Gopro, so dass die bereits im ersten Satz hochklassigen Ballwechsel nicht für die Ewigkeit festgehalten werden konnten. Ich ging hochmotiviert in die Partie, auch wenn die Beine nicht so frisch waren wie gestern. So konnte ich mir den ersten Satz sichern. Danach kam Philly immer besser ins Spiel und hatte im Vergleich zum Vortag noch besssere Schläge im Repertoire. Vier Sätze in Folge kämpfte ich mich ab, rannte, ackerte, Seleschte. Doch Philly schwebte wie ein Schmetterling und stach wie eine Hornisse. Erst im Satz um die goldene Ananas lies er mir nochmal eine Chance und ich konnte mit viel Kampf noch einen Satz mit Ach und Krach gewinnen. Am Ende 2:4 nach Sätzen in denen ich nicht wirklich schlechter war. Philly war aber einfach noch besser. Er lies sich auf von einem Bauchschuss nicht aus dem Konzept bringen. Allmächtiger, was für ein Champion! Ich hab ihn mit Schlägen traktiert, die eine Stadtmauer zum Einsturz gebracht hätten, und er hat sie weggesteckt. Was für ein Kämpfer!Ich werde wieder aufstehen und ihn erneut fordern. Denn es ist egal, wie oft man zu Boden geht! Wichtig ist nur, dass man immer wieder aufsteht!

Noch ein schöner Spruch zum Thema Diät von Box- und Grill-Legende George Foreman: „Ich war mal zwei Wochen auf Diät. Alles, was ich verloren habe, waren zwei Wochen.“

Heute gehts sportlich weiter mit Fußball in der SoccaFive-Arena im Olympia-Zentrum. Anschließend pushe ich die FireGirls zum Heimsieg in der 2. Damen Basketball Bundesliga gegen Fellbach. Auf geht’s Aibling!!!

2. Damen Basketball Bundesliga: Bad Aibling vs. Fellbach

2. Damen Basketball Bundesliga: Bad Aibling vs. Fellbach

20. Der Moniker Seles des Squashes

Der Moniker Seles des Squash

Der Moniker Seles des Squash

Tag 22: 23.01.2014 – Noch 190 Tage bis zur Hochzeit

Mein Projekt schlägt Wellen. Eve findet, ich bin inspirierend. Mein Boss bei Eurosport hat sich das Fitness-Rad gekauft! Eine größere Ehre gibt es fast nicht 🙂 Adidas hat mein Projekt für einen Werbespot mit der deutschen Fußballnationalmannschaft adaptiert. Leute, die ich zehn Jahre nicht gesehen habe, wollen mit mir Squash spielen und andere gratulieren mir zu Hochzeit. Andere schreiben mir auf Facebook, warum ich vor dem PC sitze und nicht draußen auf der Straße beim Trainieren bin. Dieses Feedback ist unglaublich motivierend und ich freue mich über jeden, der diesen Blog liest, kommentiert oder sogar „liked“. Diese Öffentlichmachung ist ein wichtiger Pluspunkt im Kampf gegen den Schweinehund. Anfangs habe ich noch ein Zählspiel daraus gemacht, wenn ich gegen den Schweinehund gewonnen habe, doch das ist mittlerweile nicht der Rede wert. Denn nach drei Wochen und einem Tag fällt mir es mir nicht schwer mich für Sport zu motivieren. Auch, wenn das Laufen reduziert wurde, hat Squash doch einen großen Anteil daran, dass ich mich nicht nur körperlich, sondern auch geistig fitter fühle. Mir kommts fast sovor, als würde diese sportliche Betätigung in Kombination mit räumlichem Denken und der Koordination von Augen, Händen und Füßen mein arg an stupide Computerarbeit gewöhntes Hirn wieder entschlacken. Merce, Squash! Kann man nur empfehlen.

Radek & Phil Vegas beim Squash in Haar

Radek & Phil Vegas beim Squash in Haar

Deswegen war ich heute auch wieder im Racket-Park Haar. Endlich hat es mal geklappt mit dem Duell gegen meinen Bruder Phil. Nachdem ich gegen K und Marc schon verloren hatte, wollte ich den Bruder-Loser-Hattrick natürlich verhindern. Angesichts meiner zahlreichen Squash-Einheiten in der jüngsten Vergangenheit sah ich meine Chancen bei 60:40 oder vielleicht sogar 70:40. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Partien bestand Philly darauf bis 15 zu spielen. Bisher haben wir immer bis 11 gespielt, weil wir dachten, das passt schon. Bis 11 hätte ich 5 von 6 Sätzen gewonnen. Allerdings drehte Philly zum Ende der Sätze richtig auf, während mir die Puste ausging, weil er mich stark forderte und an meine Grenzen trieb. Jeder gewann zwei Sätze, die meist nur mit dem mindest-Vorsprung von  zwei Punkten gewonnen wurden. Philly lobte meine Spritzigkeit, mit der ich scheinbar aussichtslos Bälle mit einem verzweifelten, schmerzerfüllten Schrei noch erwischte. Aufgrund meines Gestöhnes fühle ich mich wie Moniker Seles in seiner besten Zeit. Noch vor zwei Wochen undenkbar. Da war ich höchstens so stark wie der Moniker nach dem Attentat von Günter Parche. Ich musste den fünften Satz trotzdem abgeben. Im sechsten Satz setzen wir nochmal einen drauf. An Spannung war dieser kaum zu übertreffen. Ich hatte mit 15:14 schon Matchball, aber Philly drehte den Spieß nochmal um und trotz eines Becker-Hechts erreichte ich seinen letzten Schlag nicht mehr, so dass er viel umjubelt den sechsten Satz für sich entscheiden konnte. Trotz der 2:4-Niederlage fühlte ich mich nicht wie ein Verlierer. Es war ein sehr gutes Match auf absoluter Augenhöhe. Außerdem geht es beim Squash ja nicht ums gewinnen, sondern darum sich richtig auszupowern. Und das haben wir beide geschafft. Geiles Brett! Dennoch freue ich mich schon auf die Revanche.

BEST-OF VIDEO DER VEGAS-BRÜDER BEIM SQUASH

19. Bilanz nach 3 Wochen: 7 Kilo weniger

Squash mit K im Racket-Park Haar

Squash mit K im Racket-Park Haar

Tag 21: 22.01.2014, Noch 192 Tage bis zur Hochzeit

Die dritte Trainingswoche ist beendet. Wer dachte, ich läge am 20. Tag wieder auf der faulen Haut, der hat sich getäuscht! Ich habe jetzt eine 2mx1m große Sport-Matte in meinem Büro, auf der ich täglich mehrere Einheiten mit dem effektivsten aller Trainingsgeräte, dem Fitness-Rad absolviere.12 Wiederholungen pro Einheit, mindestens 3 Einheiten über den Tag verteilt. Damit kann ich mir Liegestützen und Situps getrost sparen, denn diese „Rollübungen“ stärken Arme, Beine, Rücken und Bauch, so dass spätestens ab der 10. Wiederholung die Muskeln zu brennen beginnen.

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Allerdings ist die Sport-Einheit dieses Mal zur Nachtschicht verkommen, da im Racket-Park Haar vor 22.15 Uhr kein Court frei war. Aber ich bin ja schon groß und darf so lange aufbleiben wie ich will. Also hab ich meinen Bruder Mike K Vegas abgeholt und bin mit ihm nach Haar gefahren.

Im Racket-Park haben wir erstemals den Center-Court gebucht, der sich durch eine zweite Glaswand auf der linken Seite und einen kürzeren Weg von den Umkleiden auszeichnet. Zweiteres wäre beim letzten Squash-Termine mit meinem Bruder Marc Vegas Gold wert gewesen, da das Licht zweimal ausfiel. Von Court 6 war es schon ein sehr weiter Weg zur Rezeption, was mich zusätzlich Energie gekostet hat. Gegen K wollte ich diesen Fehler nicht machen.

Dennoch begann das Match denkbar schlecht für mich. 2:11 im ersten Satz. Ab dem zweiten Satz kämpfte ich mich rein und konnte diesen für mich entscheiden. Den dritten Satz gab ich knapp ab und von da an gelang mir nichts mehr. Beziehungsweise: ich konnte machen was ich wollte, K machte die Punkte. Obwohl ich mich körperlich und geistig Fit fühlte und auch teilweise gute Bälle spielte, gingen die Sätze vier und fünf an K. Auch ein 6. Satz wurde noch gespielt, doch ich konnte ihm an diesem Tag einfach nicht das Wasser reichen. Spaß gemacht hat es dennoch – wie immer.

Positiver Nebeneffekt durch die späte Sport-Einheit war, dass man anschließend ausgepowert ins Bett fällt und nichts mehr essen muss. Der Körper kann so den „Nachbrenneffekt“ über Nacht ausnutzen und Fett im Schlaf abbauen. Den Beweis dafür lieferte heute morgen die Waage: 87,3 Kilogramm! Das ist Rekord-Minus-Gewicht. Kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt so wenig gewogen habe. Seit Beginn des Trainings habe ich damit knapp 7 Kilo in 3 Wochen abgenommen. Schraube meine Sport-Einheiten etwas zurück um meinem Körper wichtige Regeneration zu gönnen und meine Knochen und Gelenke zu schonen, was mir mein Privatarzt Doc Snyder verordnet hat.

Bilanz nach 3 Wochen intensivem Fitness-Training

Gewicht: 87,3 Kg (-7)

Laufdistanz: 70 Kilometer

Squash: 6x

November-Project: 3x (davon 2x richtig)

Friedensengel-Runden: 71

Liegestützen und Sit-Ups kann ich mir sparen, dank dem wesentlich effektiveren Fitenss-Rad!

täglich mehrmals  12 Wiederholungen

Ernährung: tagsüber halbwegs normal, Abends keine Kohlenhydrate, stattdessen Eiweiß (Eier, Milch, Käse, Tofu)

Fazit: Aller Anfang war ein Arschloch, aber der Fortschritt macht mich stolz. Ich fühle mich von Tag zu Tag fitter und damit besser. Dass jetzt schon drei Wochen vorbei sind, kann ich kaum glauben.

Was hältst Du vom Fitness-Rad?

18. Running Radek – Der Film

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu "Running Radek - Der Film"

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu „Running Radek – Der Film“

Tag 19: 20.01.2014 – Noch 194 Tage bis zur Hochzeit

Habe gestern eine Pause eingelegt. Die erste seit ich am 2. Januar mit dem Training angefangen habe. War etwas geplättet von der Geburtstagsparty meines Bruders Al Vegas, wo ich durch extrem Barkeeping eine Nachtschicht eingelegt habe. Da traf es sich gut, dass mein Privatarzt Doc Snyder mir reglmäßige Pausen vom Sport verordnete. Er mache sich Sorgen um meine Knochen, wenn ich das Programm 200 Tage durchziehen würde. Also verbrachte ich den ganzen Sonntag auf der faulen Haut um heute wieder anzugreifen. Die Nachwirkungen sind noch in Form von Müdigkeit zu spüren, aber das wird sich schon geben, wenn ich erstmal draußen in der großen, kalten Welt bin. Zusätzlich mixe ich mir einen Bananenshake. Und Milch soll ja auch gut für die Knochen sein.

Versuche im Laufen noch ein bißchen zu schlafen, aber das klappt nicht so gut, weil am Montag Morgen die ganzen Arbeiterameisen eine eigentlich gerade Strecke zu einem Hindernislauf machen. Dem nicht genug muss ich ungläubig mitansehen, wie so ein Idiot seinen rattenähnlichen Hund mitten auf den Bürgersteig scheißen lässt. Diese Stadt geht vor die Hunde. Aber der Höhepunkt kommt ja erst noch. Als ich am Friedensengel ankomme, da stehen da diese ganzen Arschlöcher. Wollen die mich verarschen!? Ist der Friedensengel jetzt etwa sowas wie eine Touristenattraktion? Wollen sie jetzt dann Busse voller Asiaten herkarren, damit die auch mal eine Runde laufen können? Auf Nachfrage wird mir bescheinigt, dass dort ein Film gedreht wird. Alles klar! Das wurde aber auch Zeit! Da läuft man sich knapp 20 Tage die Hacken blutig und dann merkts auch Hollywood – oder zumindest die Bavarria Filmstudios. Jetzt ist mir auch klar, warum da 20 Klone von mir herumhampelten. Für jede Runde einer. Wäre ja unmöglich, wenn das ein einziger Radek-Darsteller machen müsste. Man lässt ja auch keinen Reinhold Messner-Darsteller alleine den Nanga Parbat besteigen. Geschweige denn den Lhotse.

Frage mich, wer mich wohl spielen wird. Anfangs bestimmt Philipp Seymore Hoffman oder der Typ, der den Bruder von Cameron Diaz in Verrückt nach Marry gespielt hat. Nach einem Schnitt und der Einblendung „200 Tage später“ wahrscheinlich Jason Statham. Oder aber vorher und nachher Method-Actor Christian Bale, der sich erst 20 Kilo anfuttert und dann locker wieder abtrainiert. Oder was meinst du?

16. Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft

Teilnehmer des November Projects am 17.01.2014 - und ich

Teilnehmer des November Projects am 17.01.2014 – und ich

Tag 16: 17.1.2014 – Noch 197 Tage bis zur Hochzeit

6 Uhr aufgestanden, 6:30 Uhr am Friedensengel

Drill-Sergeant Sarah hat mich unter dem Vorwand mich unterstützen zu wollen hingelockt. In Wahrheit ist es aber demotivierend zu sehen wie unfit ich im Vergleich zu diesen Adrenalin-Junkies bin.

Luke und Drill-Sergeant Sarah haben auch noch Geburtstag. GUADE ZEIT! Doch die wollen sie nicht allen gönnen. Der Drill-Sergeant macht seinem Ruf nicht nur alle Ehre, sie setzt sogar noch einen drauf und tanzt tatsächlich mit einer Trillerpfeife am Friedensengel an. Zum November Project will sie damit ihrem zu bemittleidenden Ehemann Luke, dem harmlos-naiven Gogo und selbst mir so richtig Beine machen. Wir laufen alle die 48 Stufen rauf und runter. Während die beiden anderen Gestörten im wahrsten Sinne des Wortes nach Sarahs Pfeife tanzen und bei jeden Pfiff Liegestützen, Kniebeugen oder eine andere kranke Übung performen, spüle ich routiniert mit Musik in den Ohren meine obligatorischen 16 Friedensengelrunden ab. Ihre Pfiffe kann ich wegen der Kopfhörer leider nicht hören. So bin ich viel schneller fertig – in jeglicher Hinsicht. Zur Belohnung bekommen alle vom Drill-Sergeant einen Powerriegel. Frühstücken gemeinsam.

Drill Sergeant Sarah mit Triller Pfeife

Drill Sergeant Sarah mit Triller Pfeife

Auf dem Heimweg fühlen sich meine Beine wie Blei an. Adaptiere den Laufstil meines tschechischen Landsmannes Emil Zatopek – aufgrund seiner optischen Schwergängigkeit „die tschechische Lokomotive“ genannt. Dennoch gewann er 1952 bei den Olympischen Spielen in Helsinki Gold im Marathon. 1997 wurde er in Tschechien zum „Athleten des Jahrhunderts“ gewählt. Im Februar 2013 wählten ihn die Journalisten des Runner’s World Magazine zum größten Läufer aller Zeiten. Da war ich aber noch inaktiv.

Von ihm ist übrigens das Zitat: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“

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