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Radek reist … Rom – Die ewige Stadt

Im Sommer 2013 hatten Eve, ihre Schwester Toni und deren Cousine Marlena aus Amerika die glorreiche Idee einen Städte-Trip nach Rom (Italien) zu reisen. Ich sah es als meine Pflicht an auf die Mädels aufzupassen.

Der erste Stelzbock lies nicht lange auf sich lange warten. Ein komischer Typ mit einer Melone (Hut) laberte uns am Flughafen an und erzählte, dass er auf ein Gaukler-Treffen in Rom wolle. Quod erat demonstrandum!

Vier Tage lange ziehen wir und alle nur erdenklichen Kirchen und Statuen rein. Nur auf die Warteschlange am Vatikan hatten wir keinen Bock.

Dafür haben wir eine guade Zeit im Colosseum und an der Spanischen Treppe. Außerdem habe ich das Speiseeis nach jahrelanger Abstinenz wieder für mich entdeckt.

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Radek reist USA – der Klassiker

Was war das damals für ein Aufschrei, als ich 2007 in die USA flog und mit mehreren Stunden Videomaterial auf ausrangierten MiniDV-Bändern wieder zurück kam. Monate später präsentierte ich meinen ersten Urlaubsfilm der Öffentlichkeit, die sich vor Begeisterung überschlug.

Der Grund: erstmals traute sich jemand die Konventionen des stinklangweiligen Urlaubsfilms über den Haufen zu werfen und einen kurzweiligen, informativen und unterhaltsamen Film abzuliefern, anstatt seinen Zuschauern die Scheiße aus dem Leib zu langweilen. Komischerweise hat sich diese Art der Berichterstattung auch im Jahr 2015 noch nicht durchgesetzt, weswegen es sich bei diesem Oevre um einen modernen Klassiker handelt.

Hier nur ein paar zufällig ausgewählte Meinungen über das Video:

„Ein episches Meisterwerk des Gehirnfaschings“ (Köln Hellau)
„Ein moderner Klassiker des Reisevideos“ (Süddeutsche Zeit)
„Das Geilste, was ich je gesehen hab!“ (Jenna Janeson)
„Langweilige Urlaubsvideos gibts ja schon genug!“ (Weg24.de)
„Atemberaubende Geschwindigkeit!“ (Automagazin-Welt)
„Warum haben die mich nicht besucht?“ (Marc Suckerberg)
„So macht Erdkunde Spaß!“ (Dr. Witali Klitschkow)

Weil es damals weder Internet noch Youtube gab, habe ich nun auf den Tag genau zum 8. Jahrestag meines ersten USA-Trips den Director’s Cut dieses Meisterwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht um meine Video-Reihe „Radek reist“ um eine weitere Episode zu erweitern. Und ja, mir war langweilig, weil Eve in Düsseldorf ist.

Die Story

Es ist Dezember 2007. Der 24-jährige Radek reist erstmals in die USA und besucht seinen Kumpel Chrisler in San Diego. Ein Road-Trip führt die beiden über Los Angeles nach Las Vegas. Jung und naiv erforschen Sie das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Süß, wie sie damals dachten 100 Dollar wären viel Geld ROFL

Radek reist – 44 Stunden Barcelona

Die Messebaufirma Wenger-Wittmann beauftragt mich.
Ich soll ein Video vom Nokia-Stand auf dem World Mobile Congress in Barcelona drehen.
Flug, Hotel und Mietwagen buche ich in 10 Minuten.
Und ab in die Luft!
Zwei Stunden später lande ich am Flughafen von Barcelona El Prat.
Hole mir den Mietwagen, der 5 Euro am Tag kostet.
Aber klar nehm ich die überflüssige Versicherung!
Fahre zum Messegelände Fira Congres.
Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig.
Suche den Nokiastand und treffe meine Kontaktperson.
Bespreche mit ihn kurz, wann und was gefilmt wird.
Fahre kurz in meine Unterkunft.
Grand Central Inn – hört sich besser an als es ist.
Aber während der Messe darf man nicht wählerisch sein.
Zurück auf den World Mobile Congress beginne ich mit der Arbeit.
Fange den Nokiastand aus allen möglichen Winkeln ein.
Enttäuscht stelle ich fest, dass sie keine Giveaway-Handys verteilen.
Bin aber auch mit meinem Lumia 925 hochzufrieden.
Um acht bin ich fertig mit den Aufnahmen.
Ziehe mir im Zimmer ein Feierabendbier rein und schmiede Pläne.
Laufe dann aber nur planlos rum und lande in einem Irishpub.
Da weiß man wenigstens, was man hat.
Um zwölf gehe ich ins Bett.
Am nächsten morgen gehts um 7 auf die Messe.
Dieses Mal Filme ich den leeren Stand.
Um die Architektur in rechte Licht zu Rücken.
Bis Mittag  ist alles im Kasten.
Das Video ist am Ende 90 Sekunden lang.
Habe also noch den halben Tag für ein intensives Sightseeing-Programm.
Im Zimmer ziehe ich mir was bequemeres an.
Als erstes gehts in Kaufhaus El Corte Ingles.
In der Kantine im achten Stock ist das Essen bescheiden, aber man hat einen ganz guten Ausblick auf den Placa de Catalunya.
Sehe von dort auch die Sagrada Familia.
Mein nächstes Ziel.
Fahre mit der Metro hin.
Die sowohl beeindruckendste als auch schlechteste Kirche, die ich je gesehen hab.
Die bauen seit 200 Jahren dran.
Ein Ende ist nicht in sicht.
Wirtschaftskrise und Siestas verzögern den Bau.
Das Wetter: no es buenos.
Weiter zur Casa Mila.
Die hat ebenfalls Antoni Gaudi gebaut.
Der war schon so ein Spaßvogel!
Weiter die Straße runter – La rambla, die Flaniermeile, also flaniere ich
Bin auf der suche nach den sagenumwobenen Taschendieben, aber die wollen bei dem Wetter scheinbar nicht arbeiten.
Es regnet in Strömen. Ich wärme mich in einer Taverne mit zwei Capiccinos während es draußen donnert.
Gehe auf den Josepmarkt.
Da gibts Schinken bis zum abwinken
Und jede Menge Fruchtsäfte.
Ich kaufe den erstbesten Kiwi-Smoothie.
Ein Impulskauf… Drei Meter weiter kostet er die Hälfte.
Egal trotzdem lecker.
Nehme eine Abzweigung zum Placa del rei – toller Platz.
Weiter richtung Süden zur columbus statue.
Der Entdecker Amerikas zeigt knapp an Mallorca vorbei richtung Algerien.
Und plötzlich bin ich am Meer.
Da es da nicht weiter geht, dreh ich wieder um.
Passiere das Capitania General, den Sitz der katalanischen Regierung.
Die Türen mit Goldbeschlägen sind auf Hochglanz poliert. Aber jeder vierte Spanier ist Arbeitslos.
Weil mir die Füße vom rumlaufen weh tun, die Kaffees Durst auf was Richtiges gemacht haben, ich mich aufwärmen will und außerdem tierisch strullern muss, trink ich ein Guiness in einer Bar namens Guiness.
Danach statte ich am Placa Antonio Lopez der Santa Maria de Mar einen Besuch ab.
Fotografieren war verboten, hier meine Gedankenskizze.
Um die Ecke schoppe ich Mitbringsel und fahre zurück in die Absteige
Nach einem Powernap will ich mal diese Tappas ausprobieren.
Gehe ins El Bixto, kleines Lokal mit Speisekarte auf spanisch – no comprende!
Ich bestelle auf gut Glück etwas mit Chorizo.
Bekomme ein Salamibrot mit Oliven. Perfekt!
Gehe weiter in ein Cafe namens Cappucccino, die haben aber auch Bier.
Im Fernsehen läuft Fußball. Barcelona gegen Villareal.
Barca gewinnt 3:1. Ole!
Ich gehe um zehn ins Bett und stehe um fünf wieder auf.
Zahle 50 Euro fürs parken in der Tiefgarage.
Fahre zum Flughafen El Prat.
Stresse mich unnötig beim Check-In und bin wieder viel zu früh beim Boarding.
Hätte also locker noch 5 Minuten länger schlafen können.
Man erkennt einen Flug nach Deutschland immer an der komplett sinnlosen Schlange beim Einsteigen.
Es gibt doch reservierte Sitzplätze. Und außerdem sind die unreservierten eh viel besser.
Erhebe beim Einsteigen Anspruch auf die leere letzt Reihe.
Naja, ganz leer war sie nicht. Da saß so ein Zwetschgenmandal, das hatte die gleiche Idee.
Ich ermahne ihn: „Spezi! Wir wissen beide, dass du nicht hier sitzt!“
Er räumt die Reihe und ich hab mehr Platz.
Kommunikation ist alles.
Fliege dem Sonnenuntergang entgegen nach München.Fazit: Barcelona ist eine tolle Stadt! Ich freu mich, wenn ich bald wieder zurück komme. Gibt noch viel zu sehen. Zwar geht es hier nicht so kriminell und gefährlich zu wie im Reiseführer beschrieben. Aber die Enttäuschung darüber hält sich in Grenzen.
Kameras:
Nokia Lumia 925 Handy (http://goo.gl/3LT2pn)
GoPro HD Hero 3 white (http://goo.gl/Y1fNO9)
Edited with Magix Video Deluxe (http://goo.gl/xH6XO2)
Inspiriert vom Marco Polo Reiseführer (http://goo.gl/I1Jadz)Gefällt’s dir? Daumen hoch!
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