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Flitterwoche auf Sardinien

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Seit 11 Tagen verheiratet

… und wir verstehen uns immer noch blendend! Die Flitterwoche in Sardinien war viel zu schnell vorbei. Trotz massiver Hauptreisezeit ist die kleine Insel im Mittelmeer selbst im August relativ easy zu bereisen, ohne, dass einem deutsche oder andere nervige Touristen auf den Sack gehen. In diesen sieben Tagen ist mir nur am ersten Tag diese typisch deutsche Touri-Sippe aufgefallen, weswegen ich mich im Ausland meist als Franzose ausgebe und vor dem Händeschütteln in die Hand spucke um auch auf andere Nationen ein schlechtes Licht zu werfen. Sonst waren die Sardinen durch die Bank sehr freundlich und die meisten Touristen kamen aus dem Nachbarland Italien, was von der Mentalität ähnlich gelagert ist. Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen. Spontan hätten wir beinahe noch eine Woche dran gehängt, was wegen der horrenden Mietwagenkosten gescheitert ist. Im Juni oder September ist ein Sardinien-Urlaub nicht nur wesentlich günstiger, sondern man hat dann wohl auch all diese traumhaften Strände für sich alleine. Doch auch, wenn man dem ein oder anderen Menschen hier begegnet kann man wenig Schlechtes über die Insel und seine zurückhaltend, erfischend unaufdringlichen Bewohner sagen, außer, dass bei deutschen Prüfbedingungen kaum jemand den Führerschein geschafft hättte. So wird jede Autofahrt zur Beherrschungsprobe und mein guter Ehe-Vorsatz den Mittelfinger seltener zu gebrauchen ad absurdum geführt.
Das Essen ist leider viel zu gut hier und relativ günstig, so dass man sich nach einer Lasagne schon mal einen Teller Nudeln oder eine Pizza gönnen kann. Dazu reichlich Weißwein. Da kann auch das stundenlange über Sanddünen stolzieren, plantschen im seichten Türkis und Knutsch-Fangsti im Meer figurtechnisch nichts rausreißen. Immerhin bekommen wir die Hebefigur aus Dirty Dancing mittlerweile perfekt hin. Mein Ziel bis zur Hochzeit in Form zu kommen und in der Flitterwoche eine Bikinifigur zu haben habe ich in meinen Augen nicht wie gewünscht erreicht. Aber ich werde auch als Ehemann weiter an mir arbeiten. Es geht jetzt erst richtig los!

Flitterwoche in Sardinien

Flitterwoche in Sardinien

Was das Land Sardinien betrifft kann ich sagen, dass es eine Mischung aus Rom und Algarve ist. Und da das beides weltklasse Orte sind, werden wir bestimmt bald wieder nach Sardinien kommen. Es lohnt sich. Wir hatten zu jeder Uhrzeit a guade Zeit!
Love my Life with my wife!

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Mr. & Mrs. Vegas

Ehepaar Vegas

Mr. & Mrs. Vegas

Noch 5 Tage bis zur Hochzeit

Am vergangenen Wochenende haben wir standesamtlich geheiratet und Eve heißt jetzt mit Nachnamen so wie ich! Das ist schon ein unglaubliches Gefühl. Wir haben den Tag mit den Eltern und Geschwistern am Tegernsee gefeiert und waren dann noch im Casino, ganz nach dem Motto „Glück in der Liebe, Pech im Spiel“. Es war trotzdem ein wunderschöner Tag. Wenigstens haben mein neuer Schwager und meine neue Schwägerin beim Roulette sauber abgesahnt, so dass wir familienintern kaum Verlust gemacht haben. Aber was ist schon Geld, wenn man die Frau fürs Leben geheiratet hat! Außerdem hol ich mir das spätestens beim nächsten Vegas-Trip an einem ordentlichen Blackjack-Tisch ohne Mischmaschine zurück!

Was mein am Anfang des Jahres gehegtes Ziel betrifft, starte ich heute auf die Zielgerade mit einem fünfTages Bikinifigur-Training. Ich mache dafür ein 10-Minuten-Workout mit 10 Übungen a drei Runden mit je 15, 10 und 5 Wiederholungen gibt. Das powert schon ganz schön aus, ist aber nur Stufe 1 des Trainingsplans. Danach gehts erst richtig los! Stufe 2 ist Laufen. Ich schnüre seit langer Zeit mal wieder meine Laufschuhe. Die Zehenverletzung vom Junggesellenabschied ist zwar noch spürbar, aber das ist das geringste Problem. Die Kondition hat schon etwas gelitten in der Lauf-freien Zeit. Ich schleppe mich durch Berg-am-Laim und erkunde die umliegende Parkanlage. Eigentlich eine schöne Laufstrecke, vor allem, weil es viele Bänke gibt, auf denen man sich ausruhen kann. Ich nehme das bei der Halbzeit in Anspruch um meinen Puls etwas zu senken. Den Heimweg gehe ich lockerer an und werde von „Empire State of Mind“ gepusht, weil es mich dran erinnert, wie ich Eve vor gut 18 Monaten auf dem gleichnamigen Building den Heiratsantrag gemacht habe. Auf Wolke Sieben schwebe ich nach Hause und brauchte für 4,4 Kilometer 25:30 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,3 km/h und 382 verbrannten Kalorien entspricht. Stufe 3 ist die Ernährung. Da halte ich mich dran, dass ich zwei Stunden nach dem Training nichts esse und allgemein auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichte. Mein Wunschgewicht von 85 Kilo habe ich gestern erstmals seit 5 Jahren wieder angekratzt. Am Ende der Woche werde ich es endgültig erreicht habenl. Auch, wenn sich mein sekundär-Ziel „Waschbrettbauch“ als utopisch herausgestellt hat, bin ich trotzdem so fit wie schon seit Jahren nicht mehr. Am Mittwoch ist außerdem wieder Karate!

Der Anzug-Kauf-Tag

Running Radek Kniebeugen

Kniebeugen bringens fett (weg)

Noch 15 Tage bis zur Hochzeit

Die Zeit wird knapp. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die nervliche Anspannung nimmt von Tag zu Tag zu. Diverse Hürden mussten übersprungen werden. Z.B. mussten wir erfahren, dass am Hochzeitstag eine Open-Air-Kinoveranstaltung direkt neben unserer Party-Location stattfinden soll. Das musste mit tagelangen Diskussionen abgewendet werden. Außerdem hab ich mir bei meinem Junggesellenabschied den großen Zeh verstaucht, so dass ich mich seit drei Wochen gehen habe lassen, statt zu laufen. Die Wonne-Wochen während (der) WM (welch wahnsinnig-schöne Alliteration) sorgten für Völlerei und gelegentlich übertriebenem Genuss von Gerstensäften und Sieges-Schnäpsen. Erst in der Woche des Anzug-Kauf-Tages habe ich mich wieder zusammengerissen und schockiert vom Anblick der 90-Kilo-Anzeige auf der Waage ein 4-Tages-Intensiv-Programm gestartet, das heute Morgen seinen Höhepunkt fand.

Die Erfolgsfaktoren

Ernährung: 2/3-Taktik

  • Nach der ersten Mahlzeit des Tages maximal 8 Stunden später letztmals etwas Essen
  • 16 Stunden am Tag gar nicht essen

Trinken

  • viel Wasser
  • doppelte Expresso vor dem Work-Out

Verzicht

  • Banenkaba (!!!)
  • Zucker
  • Fett
  • Salz

Sport

  • Täglich zwei Work-Outs mit Youtube-Fitness-Coach Karl Ess
  • Intensive Kniebeugen
  • Training in Wohnzimmer verlegt wg. Ablenkung durch Ferseher (How I met your mother!)

Nachbrenn-Effekt

  • mindestens zwei Stunden nach dem Workout nichts essen

Als Besonders wirkungsvoll haben sich Kniebeugen herausgestellt. Damit werden die größten Muskeln im Körper, die Oberschenkel und der Podex trainiert und die verbrennen am meisten Fett. Eve stellte erstaunt fest: „Du hast echt total dünne Beine!“ Ich muss ihr zustimmen und komme mir fast schon Thomas-Müller-esk vor. Naja, fast. Immerhin habe ich mich innerhalb von vier Tagen habe ich mich so von 90 Kilo wieder auf ansehnliche 86 Kilo herunter trainiert und gehungert. Selbst-High-Five!

Deswegen fühle ich mich fit für den Anzug-Kauf mit meiner Mami! Die nächsten 14 Tage werde ich wieder am Ball bleiben. Vor allem, da dieser Blog so gut ankommt, dass ich demnächst exklusiv auf auf gmx.de weiterbloggen darf.

Noch eine nette Annekdote, auf die mich mein Bruder Philly aufmerksam gemacht hat und die trotz der Länge wirklich wert ist gelesen zu werden:

http://hobia.com/kategorie/8/lustige-bilder/6786/tatsachenbericht-aus-der-la-times-das-brennende-hamstergeschoss.html

Danke dafür!

Und noch eine starke Szene aus der gerade laufenden Big-Bang-Episode:

Endspurt

Noch 45 Tage bis zur Hochzeit

Noch 45 Tage bis zur Hochzeit

Die Fußball-WM in Brasilien läuft auf Hochtouren. Ich wünschte das könnte ich auch von mir behaupten. Nachdem ich seit monaten an Muskelverletzungen in der Wade laboriere, habe ich nun schwere Geschütze aufgefahren und mir Waden-Bandagen beim Sport Schuster für 45 Euro gekauft. Außerdem Pferdesalbe zum Aufwärmen und Massieren der strapazireten Wade. Am vergangenen Samstag kam das beim Hobbyliga-Fußballspiel des SV Satt gegen den FC Lehel erstmals in Kombination zum Einsatz. Ich wurde nach einer halben Stunde eingewechselt und spielte dann durch. Schmerzen hatte ich nur in den letzten 10 Minuten richtig. Es reichte für ein 2:2. Die Tage danach war Regneration durch Eves Massagekünsten mit dem ein oder anderen Work-Out angesagt.

Heute wollte ich eigentlich im englischen Garten Fußball spielen. Da war ich aber angesichts des Spiels Holland gegen Australien der Einzige. Etwas angefressen bin ich stattdessen zum Laufen. Der erste Lauf-Versuch seit 8. April und damit seit mehr als zwei Monaten. Klar, war ich einige Male Fußball spielen, was auch einigermaßen ging. Allerdings habe ich den namensgebenden Sport dieses Blogs arg schleifen lassen. Heute also wieder. Nehme mir vor soweit zu laufen, wie ich kann. Das ist in diesem Fall ein Kilometer, dann macht sich die Wade bemerkbar. Zur Abwechslung aber dieses Mal die Rechte. An der problematischen Linken fehlt sich dank Pferdesalbe und Bandage nichts. Da ich in der rechten Wade keine Probleme hatte, lies ich sie unbehandelt – scheinbar ein Fehler. So macht das keinen Spaß. Ich trabe noch weiter bis zum Trim-Dich-Pfad an der Kirchenstraße, wo ich drei Mal 15 Wiederholungen von Liegestützen, Liegezügen sowie vier verschiedenen Sit-up Varianten mache. Beim Heimweg läufts noch unrunder. Insgesamt laufe ich 2,75 Kilometer in 13:50 Minuten mit einer Work-Out-Unterbrechung von 10 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,9 km/h ist gar nicht so schlecht dafür, dass ich mir vorkam, als würde ich nur humpeln und hinken wie der Glöckner höchstpersönlich.

Zuhause lege ich noch ein Work-Out nach, denn jetzt beginnt der Endspurt um bei der Hochzeit eine gute Figur zu machen. In zehn Tagen ist immerhin schon mein Jungesellenabschied :/Der Weg wird wohl nur über Fitness-Training und Schmerzen führen. Während Holland und Australien gerade ein torreiches Spielabliefern werde ich mir Spanien gegen Chile mit Eve in der Strandbar um die Ecke anschauen und ein paar Cocktails schlürfen. Dort hab ich erst gestern neue Videos für Eurosport gedreht:

https://de.eurosport.yahoo.com/video/sotipptderboss-kommt-spanien-zur-ck-164659751.html?soc_src=copy

Fast hätte ichs übersehen: Es gibt übrigens wieder die Raportage von Blumentopf!

26. Auf zum Atem!

Äpfel sind irgendwie lässich

Äpfel sind irgendwie lässich

7.2.2014 – Chrislers 30. Geburtstag
Wollte heute eigentlich um 7 aufstehen und laufen, doch Eve macht mir einen Strich durch die Rechnung indem sie auch schon so früh wach ist und in die Arbeit will. Ich entscheide mich gegen Laufen und für das Rund-um-Wohlfühlpackage mit Bananenkaba und Kopf-Massage. Bis auf 30 spontan Burpees zu Ehren der Football-Mannschaft Rosenheim Rebels, die ich gestern gefilmt habe, bleibe ich faul.

Abends hätte ich eigentlich Eishockey in Rosenheim filmen sollen, doch nachdem ich für 1 Kilometer am Mittleren Ring schon 15 Minuten gebraucht habe und im Radio überall auf der A8 Staumeldungen kamen, drehte ich kurzerhand um. Als ich zuhause Sherlock-Holmes-artig aus der Tatsache, dass Eves Laufschuhe weg waren schlussfolgerte, dass sie laufen war, machte ich mich auch auf die Socken. Da sie immer die gleiche Strecke läuft nahm ich mir als Ziel sie einzuholen. Dementsprechend zügig rannte ich los und fühlte mich unaufhaltsam. Mir machte das Laufen sogar Spaß! Das könnte zum einen daran gelegen haben, dass ich nach zwei Tagen Regeneration wieder volle Batterien hatte, zum Anderen war ich eigentlich noch nie abends laufen und damit ausgeschlafen. Für einen Morning-Hater wie mich schon eine ganz andere Sache. Gerade, dass ich nicht pfeifend durch die Gegend lief und jedem Passanten ein freundliches „wie gehts denn so!?“ an den Kopf warf. Eine Passantin küsste mich sogar! Zuerst machte sie aber ein unvergessliches Gesicht, als ich mit einem emotionslosen „Sös!“ an ihr vorbeilief. Ich brachte es aber dann nicht fertig einfach weiterzulaufen und erklärte Eve, dass ich mich gegen die Arbeit entschieden habe und jetzt ein bißchen Runden für den Weltfrieden drehen werde.

Im ungebremsten Galopp erreichte ich den Friedensengel und wollte eigentlich erst nur 10 Runden machen. Diese aber dafür umso schneller. Als ich 10 hatte dachte ich, ich könnte ja auch 15 laufen. Und als ich das geschafft hatte, nahm ich mir vor den Kader der Deutschen WeltmeisterMannschaft von 1990 nach Rückennummern durchzulaufen. Ich kam nicht drauf, wer die Nummer 21 hatte… Es war Günter Hermann! Das weiß doch eigentlich jedes Kind! Vielleicht wurde die gar nicht vergeben. Oder hatte die Köpke!? Naja, jedenfalls dachte ich mir dann, dass ich jetzt schon soweit gekommen war, dass ich auch gleich die 30 voll machen kann. Das tat ich. Und weil mein ältester Freund Chrisler heute Geburtstag hat legte ich zu seinen Ehren noch eine Vollgas-Bonus-Runde drauf. Guade Zeit! Nach 31 Runden war der Heimweg der reinste Spaziergang. Was nicht heißen soll, dass ich spazieren gegangen wäre. Laufen auf einer Ebene ist eben nicht so eine große Herausforderung, wenn man sonst nur bergauf läuft. Daheim gönne ich mir noch einen Apfel und bringe trotzdem nur das Negativgewicht von 86,4 Kilo auf die Waage. Eve meint: „Du gefällst mir so gut!“ Da hab ich mir jetzt ein paar Bier auf Ferdis Geburtstagsfeier verdient! Es waren schließlich hauptsächlich Weißbiere, weil diese isotonisch sind. Was immer das heißt. Bis um fünf war ich dennoch unterwegs. Aber keine Müdigkeit vorschützen! Es kommt heute zum dritten Squash-Duell mit meinem Bruder Philly! Bei der letzten Umfrage dazu haben 75% der Stimmen Philly als Sieger gesehen. Mal schauen, ob ich einen Außenseiter-Sieg landen kann wie die Seattle (HAHAHAHAHA) Seahawks!running-radek-26-gewicht

25. Start in den zweiten Monat

Umzugsfirma Knabl aus Bad Aibling

Umzugsfirma Knabl aus Bad Aibling

Tag 34: 4.2.2014 , 7:00 Uhr – Böckhams und Stefans Geburtstag – Guade Zeit!

Nach einem faulen Wochenende mit sündhaft-fetten Mitternachts-Burgern zum Super-Bowl greife ich jetzt wieder an. Dafür habe ich gestern Abend indisch gegessen. Chicken Tikka Masalla: Huhn mit scharfer Tomatensose. Habe auf das Brot verzichtet, so dass es als Low-Carb durchgeht und bin deswegen morgens wahrscheinlich einigermaßen fit. Mein linkes Knie und die Wade zwicken beim loslaufen, aber es bringt nichts zu jammmern, außer, wenn man für ein kleines Baby gehalten werden will. Also ignorier ichs. Bis zum Friedensengel ist es kein Problem. Die ersten 2 Kilometer laufe ich in knapp 10 Minuten. Vor 6 Jahrne hab ich in der Zeit noch einen ganzen Kilometer mehr geschafft. Jetzt bin ich aber mit 2 schon ganz glücklich.

Normalerweise müsste ich jetzt 34 Friedensengel-Runden laufen. Angesichts dieser zeitraubenden, Endlosspirale limitiere ich die Runden auf die Anzahl meiner Lebensjahre. Also nehme ich 30 Runden in Angriff. Die ersten 20 hab ich mittlerweile ganz gut im Kreuz. Der Kopf wird von der Monotonie immer müder, so dass ich ab der 21. jede Runde mein entsprechendes Lebensjahr Revue passieren lasse. So vergehen die nächsten Runden wie im Flug bis ich im Jahr 2014 angekommen bin. Lege der Korrektheit halber noch eine 31. Runde nach, weil ich mich ja im 31. Lebensjahr befinde.

Statt mich in der Kälte auszuruhen entscheide ich mich für laufende Regeneration. Will eigentlich nur nach Hause traben, doch so ein übermotiviertes Pärchen meinte, es kann mich überholen. Also gebe ich nochmal Gas und hänge diese dilettantischen Hobbyläufer bei der Steigung in der Kirchenstraße ab, wie einst Marco Pantani 1997 die Konkurrenz in Alpe d’Huez. Der Büffel von Berg am Laim fühlt sich in Hochform.

Sehe noch zwei Umzugslaster der Firma meines Kumpels Kusser. Da bekommt man auch gleich Lust umzuziehen!

Auf den Schlussmetern gebe ich nochmal alles und die Runtastic-App attestiert mir fabelhafte 16 Km/h. So schnell laufen normalerweise nur Geparden. Insgesamt war ich knapp 1,5 Stunden unterwegs. Wenn das mal keine Kriegserklärung an die Fett-Republik um meine Hüfte ist! Zuhause bin ich absolut am Ende und bin wie sooft nach dem Laufen schlecht gelaunt. Woran liegt das? Sollte man da nicht sowas wie Glücksgefühle haben? Wahrscheinlich fehlt mir einfach Eve’s morgentlich Kopf-Massage, die aufgrund des Fitness-Trainings in letzter Zeit allzuoft ausfällt.

18. Running Radek – Der Film

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu "Running Radek - Der Film"

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu „Running Radek – Der Film“

Tag 19: 20.01.2014 – Noch 194 Tage bis zur Hochzeit

Habe gestern eine Pause eingelegt. Die erste seit ich am 2. Januar mit dem Training angefangen habe. War etwas geplättet von der Geburtstagsparty meines Bruders Al Vegas, wo ich durch extrem Barkeeping eine Nachtschicht eingelegt habe. Da traf es sich gut, dass mein Privatarzt Doc Snyder mir reglmäßige Pausen vom Sport verordnete. Er mache sich Sorgen um meine Knochen, wenn ich das Programm 200 Tage durchziehen würde. Also verbrachte ich den ganzen Sonntag auf der faulen Haut um heute wieder anzugreifen. Die Nachwirkungen sind noch in Form von Müdigkeit zu spüren, aber das wird sich schon geben, wenn ich erstmal draußen in der großen, kalten Welt bin. Zusätzlich mixe ich mir einen Bananenshake. Und Milch soll ja auch gut für die Knochen sein.

Versuche im Laufen noch ein bißchen zu schlafen, aber das klappt nicht so gut, weil am Montag Morgen die ganzen Arbeiterameisen eine eigentlich gerade Strecke zu einem Hindernislauf machen. Dem nicht genug muss ich ungläubig mitansehen, wie so ein Idiot seinen rattenähnlichen Hund mitten auf den Bürgersteig scheißen lässt. Diese Stadt geht vor die Hunde. Aber der Höhepunkt kommt ja erst noch. Als ich am Friedensengel ankomme, da stehen da diese ganzen Arschlöcher. Wollen die mich verarschen!? Ist der Friedensengel jetzt etwa sowas wie eine Touristenattraktion? Wollen sie jetzt dann Busse voller Asiaten herkarren, damit die auch mal eine Runde laufen können? Auf Nachfrage wird mir bescheinigt, dass dort ein Film gedreht wird. Alles klar! Das wurde aber auch Zeit! Da läuft man sich knapp 20 Tage die Hacken blutig und dann merkts auch Hollywood – oder zumindest die Bavarria Filmstudios. Jetzt ist mir auch klar, warum da 20 Klone von mir herumhampelten. Für jede Runde einer. Wäre ja unmöglich, wenn das ein einziger Radek-Darsteller machen müsste. Man lässt ja auch keinen Reinhold Messner-Darsteller alleine den Nanga Parbat besteigen. Geschweige denn den Lhotse.

Frage mich, wer mich wohl spielen wird. Anfangs bestimmt Philipp Seymore Hoffman oder der Typ, der den Bruder von Cameron Diaz in Verrückt nach Marry gespielt hat. Nach einem Schnitt und der Einblendung „200 Tage später“ wahrscheinlich Jason Statham. Oder aber vorher und nachher Method-Actor Christian Bale, der sich erst 20 Kilo anfuttert und dann locker wieder abtrainiert. Oder was meinst du?

14. Motiviert dank Homeland

Statue von König Ludwig II. passend zum Ende der 2. Trainingswoche

Statue von König Ludwig II. passend zum Ende der 2. Trainingswoche

Tag 14: 15.01.2014 – Noch 199 Tage bis zur Hochzeit

Obwohl heute eigentlich ein lauffreier Squash-Tag geplant war, stelle ich nach dem Anschauen der TV-Serie Homeland Staffel 3, Folge 9 spontan den Wecker auf 7 Uhr.

ACHTUNG SPOILER

Dort schafft es unser aller Liebling Nicholas Brody innerhalb von 16 Tagen vom Junkie zurück zum Elitesoldaten. Ok, das Ganze wird mit einem Schnitt und einem Zeitsprung gemacht und ist Ausdruck davon, wie unrealistisch Homeland mittlerweile geworden ist, dennoch käme ich mir schwach vor, wenn ich ausgerechnet zum 2-wöchigen Trainingsjubiläum das warme Bett der kalten Straße vorzöge. Brody hat außerdem einen Abnehmtrick: eine Glatze. Damit ist er windschnittiger und wiegt weniger. Ich ziehe zumindest einen Haarschnitt in Erwägung.

Zu Homeland gabs gestern Backofengemüse auf Schafskäse nach dem Rezepttipp meines Bruders Al Vegas. MERCE! War lecker und sehr schnell zubereitet. Man muss dafür nur Schafskäse vierteln und in eine Auflaufform legen und Eve sagen, sie soll Paprika, Zucchini, Zwiebel, Tomaten und Knoblauch klein schneiden, mit Öl und Gewürzen mischen bevor sie es auf den Schafskäse bettet und für 30 Minuten in den Ofen stellt.

Rezept-Tipp von Al Vegas: Backofengemüse auf Schafskäse

Rezept-Tipp von Al Vegas: Backofengemüse auf Schafskäse

Während diverse Gestörte bereits um 6:30 Uhr am Eisbach zum November-Project-Kartendeck-Workout verabredet waren, bin ich selbst nach ausgiebigen 4 Stunden Schlaf hundearschlochmüde. Eve stammelt im Halbschlaf etwas von „Squashtag!?“ Ich wiege sie noch schnell in den Schlaf und mache mich auf die Socken. Sie meinte auch, dass ich inspirierend bin, so dass sie selbst jetzt „immer“ in einen Pilates-Kurs gehen will. Als Mahnmal hängen die Turnschuhe an der Türklinke und signalisieren, dass der Weg nach draußen nur über Sport führt. Challenge accepted!

Laufschuhe an der Wohnungstür mahnen zum Sport

Laufschuhe an der Wohnungstür mahnen zum Sport

Laufe mit schnellen Beinen los. Komm mir richtig schnell vor und bin in etwas mehr als 10 Minuten am Friedensengel. Ziehe meine 14 Runden ökologisches Fitness-Training durch und räume weiter am Friedensengel auf. Meine 13 gesammelten Teile von gestern liegen immer noch unberührt da. Heute kommen 14 weitere hinzu. Wenn das so weitergeht, dann ist der Friedensengel bald der sauberste Ort in München!

14 Runden ökologisches Fitness-Training am Friedensengel

14 Runden ökologisches Fitness-Training am Friedensengel

Mache auf dem Heimweg noch ein Selfie mit König Ludwig dem 2., dem ich meine zweite Trainingswoche widmen möchte, weil er es trotz mangelnder Schwimmkünste dennoch versucht hat. In diesem Sinne: Try hard or die trying.

Sportliche Erkenntnis: Laufen ist Haltungssache. Je aufrechter man läuft, desto weniger Kraft benötigt man und desto effizienter ist das Laufen.

Squash heute abend wird wohl ausfallen, da nur noch Courts ab 22.15 Uhr frei sind. Gut also, dass ich mein Pensum für heute schon erfüllt habe.

Meine Bilanz nach 2 Wochen Fitness-Training

Gewicht: 89 Kilogramm (-4 kg)

Laufdistanz: 62 Kilometer

Squash: 3x

November-Project: 2x

Friedensengel-Runden: 55

Liegestützen: könnten mehr sein

Sit-ups: ein paar

Essen: macht keinen Spaß mehr

Gesundheit: fühle mich stark und kluk und kewl

13. Sowas wie Spaß

Ein Teil für jede Runde am Friedensengel

Ein Teil für jede Runde am Friedensengel

Tag 13: 14.01.2014 – Noch 200 Tage bis zur Hochzeit

Ich stehe um 8 Uhr auf, weil ich Besuch vom Beauftragten für Praktikumsvergabe von der FOS bekomme. Ich werde demnächst wohl einen Praktikanten mein Eigen nennen dürfen. Das passt gut zu meinem Neujahres-Vorsatz „weniger Arbeiten“. Denn Arbeit hält einem vom Sport ab und bedeutet Stress. Stress führt zu Heißhunger und lässt Fett ansetzen. Also lieber arbeiten lassen, als arbeiten. Ist dann auch schon mal eine gute Vorbereitung auf den Vorruhestand, in den ich mich nach der Hochzeit begeben werde und vom Verfassung von Fitness- und Erziehungs-Ratgebern leben werde. Aber zurück in die Vergangenheit.

Nach dem Gespräch schnüre ich meine Laufschuhe und starte mit aufreizend lässiger Langsamkeit. Erstmals in diesem Jahr nieselt es, wenn ich laufe. Das stört mich aber nicht, im Gegenteil. Die abgas-verpestete Stadtluft ist dadurch besser zu ertragen. Bei der ersten Ampel habe ich ein ungewohntes Gefühl. Ich hätte sogar noch weiter laufen können! Ich lasse die Beine laufen und versuche den Oberkörper möglichst ruhig und aufrecht zu halten. Das funktioniert ganz gut und ich steigere langsam das Tempo. Pro Kilometer ein Km/h mehr. Beim Friedensengel komme ich nach knapp 15 Minuten an. Dort erwarten mich heute 13 Runden. Mir graust davor, aber zum Glück habe ich mein Pulver nicht schon auf dem Hinweg verschossen. Damit ich die Rundenanzahl in meinem sauerstoff-untersättigten Hirn nicht mitzählen muss, sammle ich pro Runde ein Müllstück auf (siehe Foto) und erfindet damit das ökologische Fitness-Training.

Warum ich eigentlich immer am Friedensengel laufe willst du wissen? Nein? Ich erzähls trotzdem. Als ich vor mehr als fünf Jahren nach München gezogen bin, lief ich regelmäßig mit meinem Satt-Fußball-Kollegen Hennes. Da wir damals noch fitter waren, war uns das ebenerdige Urban-Running nicht genug und wird wollten uns richtig auspowern. Unter der Devise, wer Treppen laufen kann, kann auch Flachstücke laufen. Auch, wenn die Laufeinheiten über die letzten fünf Jahre sukzessiv abgenommen haben, ist der Friedensengel immer ein fester Bestandteil eines München-Laufs. Außerdem ist der Wechsel von Anstrengung (aufwärts) und Entspannung (abwärts) effektiver als ein konstantes Tempo. Und welcher Freak will schon auf gerader Strecke Intervall-Training machen!?

Ich drehe also meine Runden am Friedensengel wie Rotor des besten Lieds, das je geschrieben wurde: Helicopter. Dfdfdfdf dfdfdfdf! Dabei verwirre ich den GPS-Satelliten anscheinend, so dass die Runtastic-App abstürzt. So habe ich keine exakten Trainingsdaten. Aber, schlau wie ich bin laufe ich den gleichen Heimweg, so dass ich die Daten vom Hinweg verdoppeln kann. Trotz der Rekord-Rundenanzahl von 13 habe ich auf dem Rückweg das erste Mal gute Laune und so etwas wie Spaß am Laufen. Morgen wird dennoch wieder Squash gespielt.

Fazit

  1. langsam los laufen

  2. Beine laufen lassen

  3. Oberkörper aufrecht halten

Habe mich gestern auch an der Low-Carb-Küche versucht und ein Hühner-Chili gekocht. War ganz ok, aber jetzt auch nicht so krass, dass ich es jeden Tag brächte. Wenn jemand leckere Low-Carb-Rezepte weiß, dann bitte her damit!

10. Egal wie!

10. Trainingstag

10. Trainingstag

Tag 10: 11.1.2014, Noch 203 Tage bis zur Hochzeit

Weil heute Samstag ist ignoriere ich den Wecker um 7 und auch um 9. Stehe erst um 12 auf. Dope mich noch mit einem Stück Ingwer… vielleicht hilfts ja was. Laufe los. Merke schnell, dass es heute hart wird. Mit 11 km/h bin ich schon wieder über meinen Verhältnissen unterwegs und kämpfe auf der langen Geraden auf den Friedensengel zu mit dem weinerlichen Weichei, das mir ins Ohr jammert: „I close my eyes. And I see you standing there. I cry tears of sorrow. I die….“ Nicht heute, Puff Daddy! Das lass ich mir nicht von jemandem sagen, der es sich mit J-Lo versaut hat! Aber das Lied ist ja auch mit Jimmy Page! Ois Guade, nachträglich übrgens zum 70. Geburtstag!

Am Friedensengel hängen Samstag mittag zuviele Touristen rum, als dass ich heute meine Runden dort drehen wollen würde. Über das Maximilianeum führt mich mein Heimweg über den Hofbräu-Biergarten, Münchens bestem Biergarten. Freu mich schon wieder auf eine schöne Mass mit Riesenbrez’n und Obazdem (Ist das der korrekte Akkusativ für Obadza?). Bei 8 Grad im Januar, sollte das frühestens im März wieder möglich sein, da der Winter heuer zugunsten meines Fitness-Programms ausfällt. So schauts hier im Winter aus:

Der Hofbräukeller Biergarten am Wiener Platz im Winter

Der Hofbräukeller Biergarten am Wiener Platz im Winter

Der quälende Samstags-Lauf endet vorzeitig am Tengelmann, weil ich noch Zutaten für eine Lasagne kaufen muss. Das ist auch gut so, weil ich erstens nicht mehr kann und zweitens damit genau 50 Kilometer seit Anfang Januar zurückgelegt habe. Während ich im sitzen dusche macht Eve Lasagne! LUVIT! Mahlzeit!

Lasagne a l'Eve

Lasagne a l’Eve

Heute abend gibts noch sehr schönen Passiv-Sport! Die Fireballs starten in die Rückrunde der 2. Damen-Basketball-Bundesliga im Heimspiel gegen Jahn München. Spielbeginn 19:15 Uhr im Firedome in Mietraching / Bad Aibling. Wer Zeit und Bock hat, Kommentar hinterlassen und ich spendier  2×2 Freikarten.

2. Damen-Basketball-Bundesliga: Bad Aibling Fireballs vs. Jahn München

2. Damen-Basketball-Bundesliga: Bad Aibling Fireballs vs. Jahn München

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