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Mission: indenanzugpassen

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100 Kilo sagt die Waage, als ich mich am 21. juli 2016 draufstelle. Dreistellig! Krass, dabei fühl ich mich gar nicht sooo schwer. Aber der Schwabbelbauch und der Hüftspeck bestätigen das Gefühl der Waage. Wie konnte es soweit kommen?
Ok, ich habe geheiratet und ein Kind bekommen… Bekommen lassen, aber ich war definitiv co-schwanger. Während meine Frau durch das Stillen und Fitnesskurse schnell wieder eine Top-Figur hatte, wurde es bei mir scheinbar immer schlimmer. Dabei bewege ich mich seit Laras Geburt sogar viel mehr als vorher. Da ich keine Lust auf Laufen oder andere Sportarten habe, bei denen ich von meiner Tochter weg muss, habe ich mir überlegt ein Fitness-Programm mit Baby zu machen. Ich habe sogar schon drei Videos dafür gedreht. Allerdings habe ich mir auch nach kurzer Zeit einen Schaukelstuhl gekauft und statt Action und Bewegung heißt es seitdem Chillen und Schaukeln. Beides hat für sie den gleichen Effekt: Schlaf. Bei mir allerdings nicht, was den Fitness-Zustand angeht.

Das Ziel

mission-ANZUG

Warum ich nach fast genau zwei Jahren Ehe und genussvollem Lebens nun plötzlich wieder einen Fitness-Rappel bekomme? Ich habe mir heute einen Anzug gekauft. Im August bin ich auf zwei Hochzeiten eingeladen und wollte dort nicht in kurzer Hose und T-Shirt erscheinen. Allerdings hat es mir mein Ego verboten einen Anzug in meiner aktuellen Größe zu kaufen. Also nahm ich das Sakko mit eingezogenem Bauch und zwängte mich in die Hose. Als meine drei-Monate-alte Tochter darüber lachte war der Moment gekommen, an dem ich beschloss, dass ich bis zu den Hochzeiten ein intensives Abspeck-Programm durchziehen werde.

Der Plan

Termine sind der 6.8. Und de 20.8. Danach habe ich genau einen Monat um weiter an meiner Bikinifigur für den Sardinien-Urlaub zu arbeiten. Ab eins nach dem anderen.
Bis zum 6.8. Sind es ungefähr zwei Wochen. In diesem zwei Wochen wird das Training am intensivsten sein. Danach sind es zwei weitere Wochen für die ich dann je nach Erfolg meinen Plan anpassen werde.
Was ist zu tun:

Ernährung – Diät

Ich muss wohl oder übel auf Pizza, Burger und sonstige Dickmacher verzichten. Gut, dass ich gestern nochmal beim Burger essen war! Brot, Nudeln und späte Mahlzeiten sind tabu.
Stattdessen gibts täglich mindestens drei Eier, eine Avocado und Tomate- Gurken- Feta-Salat. Das sorgt für eine negative Energie-Bilanz. Vorausgesetzt man bewegt sich und trainiert.

Arbeitsplatz

In den letzten Wochen habe ich meinen Arbeitsplatz zunehmend in meinen neuen Schaukelstuhl verlagert. Aufgestanden bin ich meist nur, wenn ich wirklich dringend auf die Toilette musste. Das wird sich jetzt ändern! Statt sitzen wird jetzt im Stehen an der Küchentheke gearbeitet.
Allein dadurch werden am Tag 1000 Kalorien verbrannt.
Doch stehen alleine reicht noch nicht! Es muss sich mehr bewegt werden!

Bewegung – Fitnesstraining

Ich habe überlegt, was ich machen kann um in Form zu kommen. Da ich Laufen sehr langweilig, zeitraubend und dumm finde muss etwas anderes her. Ich wollte die Zeit sinnvoll nutzen und bei meiner Tochter sein. Also werde ich mit ihr trainieren.
Ihre 6-7 Kilo dürften ein zusätzlicher Kick gegen die Pfunde sein.
Übungen mit Baby sind z.B.
• Kniebeugen
• Baby-drücken (Equivalent zun Bankdrücken)
• Liegestütze (mit Baby auf dem Rücken
• Sit-ups mit Baby auf den Füßen
• Maxicosi-Lifting
• Für weitere Ideen bin ich offen

Intervall-Training

Da ich auch kein Fan von stundenlanger Quälerei bin werde ich meine Workouts auf den ganzen Tag verteilen. Ich stelle mir bei einen Wecker, der mich alle 20 Minuten daran erinnert, mich 5 Minuten zu bewegen.
Auf eine Stunde mit drei Mal 20 Minuten Arbeitszeit kommen so 15 Minuten Workout sowie ca. 5  Minuten Trinkpausen und der daraus resultierende Harndrang. 10 Minuten rechne ich fürs Windeln wechseln meiner Trainingspartnerin und eventuell nötoge beruhigende Maßnahmen oder aufmunternde Worte hinzu, so dass man von Blöcken mit je 1:30 Stunde ausgehen kann.
1:30h
3:00h
4:30h
6:00h

Wettbewerb

Ich war schon immer ein ehrgeiziger Typ und sehe in allem Wettbewerbe. Es ist hilfreich für die Motivation die Übungen in messbare Einheiten zu verpacken damit man ein sinnvolles Ziel hat statt einfach nur stupide etwas zu tun.
Deswegen zähle ich bei jeder Übung, wieviele Wiederholungen ich in den 5 Minuten schaffe. Bei der nächsten Durchführung der Übung gilt es diesen Wert dann zu toppen.

Gleichzeitig motiviert mich die ständige Unterbrechung durch Workouts meine Arbeitsweise effizienter und strukturierter zu gestalten. Ich werde also neben dem Workoutplan auch für die 20 Minuten zwischen den Workouts sinnvolle Arbeitseinheiten erstellen in denen ich nur die wichtigsten Dinge erledige.

Keine Couch-Potatoes

Nach so einem arbeits- und trainingsreichen Tag will man wahrscheinlich einfach nur auf die Couch. Doch die Couch ist eine „heiße Fläche“. Das ist eine Formulierung aus einem Ordnungsbuch, das gerade das Leben meiner Frau total verändert hat. Dabei sind „heißes Flächen“ eigentlich Ablagen oder Tische, die man nicht zu müllen soll. In meinem Fall ist es eine Methode mich in Bewegung zu halten und weitere Kalorien zu verbrennen.
Statt auf der Couch zu liegen gehen wir eine Runde mit dem Kinderwagen spazieren und spielen dabei „Speed“. Das heißt man muss immer schneller als 7 Kmh fahren. Ok, explodieren wird der Kinderwagen hoffentlich, wahrscheinlich auch nicht, wenn man langsamer fährt, aber die Couch ist ja auch nicht wirklich eine heiße Fläche.

Musik

Ohne Musik geht sowas natürlich nicht. Man braucht die richtige Playlist. Das ist dann auch gleich mein erster Tagesordnungspunkt bevor das erste Workout ansteht. Sollte dabei natürlich auch kindgerecht sein.
Also gerne her mit Vorschlägen für die Playlist und Fitness-Übungen mit Baby.

Der Anzug-Kauf-Tag

Running Radek Kniebeugen

Kniebeugen bringens fett (weg)

Noch 15 Tage bis zur Hochzeit

Die Zeit wird knapp. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die nervliche Anspannung nimmt von Tag zu Tag zu. Diverse Hürden mussten übersprungen werden. Z.B. mussten wir erfahren, dass am Hochzeitstag eine Open-Air-Kinoveranstaltung direkt neben unserer Party-Location stattfinden soll. Das musste mit tagelangen Diskussionen abgewendet werden. Außerdem hab ich mir bei meinem Junggesellenabschied den großen Zeh verstaucht, so dass ich mich seit drei Wochen gehen habe lassen, statt zu laufen. Die Wonne-Wochen während (der) WM (welch wahnsinnig-schöne Alliteration) sorgten für Völlerei und gelegentlich übertriebenem Genuss von Gerstensäften und Sieges-Schnäpsen. Erst in der Woche des Anzug-Kauf-Tages habe ich mich wieder zusammengerissen und schockiert vom Anblick der 90-Kilo-Anzeige auf der Waage ein 4-Tages-Intensiv-Programm gestartet, das heute Morgen seinen Höhepunkt fand.

Die Erfolgsfaktoren

Ernährung: 2/3-Taktik

  • Nach der ersten Mahlzeit des Tages maximal 8 Stunden später letztmals etwas Essen
  • 16 Stunden am Tag gar nicht essen

Trinken

  • viel Wasser
  • doppelte Expresso vor dem Work-Out

Verzicht

  • Banenkaba (!!!)
  • Zucker
  • Fett
  • Salz

Sport

  • Täglich zwei Work-Outs mit Youtube-Fitness-Coach Karl Ess
  • Intensive Kniebeugen
  • Training in Wohnzimmer verlegt wg. Ablenkung durch Ferseher (How I met your mother!)

Nachbrenn-Effekt

  • mindestens zwei Stunden nach dem Workout nichts essen

Als Besonders wirkungsvoll haben sich Kniebeugen herausgestellt. Damit werden die größten Muskeln im Körper, die Oberschenkel und der Podex trainiert und die verbrennen am meisten Fett. Eve stellte erstaunt fest: „Du hast echt total dünne Beine!“ Ich muss ihr zustimmen und komme mir fast schon Thomas-Müller-esk vor. Naja, fast. Immerhin habe ich mich innerhalb von vier Tagen habe ich mich so von 90 Kilo wieder auf ansehnliche 86 Kilo herunter trainiert und gehungert. Selbst-High-Five!

Deswegen fühle ich mich fit für den Anzug-Kauf mit meiner Mami! Die nächsten 14 Tage werde ich wieder am Ball bleiben. Vor allem, da dieser Blog so gut ankommt, dass ich demnächst exklusiv auf auf gmx.de weiterbloggen darf.

Noch eine nette Annekdote, auf die mich mein Bruder Philly aufmerksam gemacht hat und die trotz der Länge wirklich wert ist gelesen zu werden:

http://hobia.com/kategorie/8/lustige-bilder/6786/tatsachenbericht-aus-der-la-times-das-brennende-hamstergeschoss.html

Danke dafür!

Und noch eine starke Szene aus der gerade laufenden Big-Bang-Episode:

Endspurt

Noch 45 Tage bis zur Hochzeit

Noch 45 Tage bis zur Hochzeit

Die Fußball-WM in Brasilien läuft auf Hochtouren. Ich wünschte das könnte ich auch von mir behaupten. Nachdem ich seit monaten an Muskelverletzungen in der Wade laboriere, habe ich nun schwere Geschütze aufgefahren und mir Waden-Bandagen beim Sport Schuster für 45 Euro gekauft. Außerdem Pferdesalbe zum Aufwärmen und Massieren der strapazireten Wade. Am vergangenen Samstag kam das beim Hobbyliga-Fußballspiel des SV Satt gegen den FC Lehel erstmals in Kombination zum Einsatz. Ich wurde nach einer halben Stunde eingewechselt und spielte dann durch. Schmerzen hatte ich nur in den letzten 10 Minuten richtig. Es reichte für ein 2:2. Die Tage danach war Regneration durch Eves Massagekünsten mit dem ein oder anderen Work-Out angesagt.

Heute wollte ich eigentlich im englischen Garten Fußball spielen. Da war ich aber angesichts des Spiels Holland gegen Australien der Einzige. Etwas angefressen bin ich stattdessen zum Laufen. Der erste Lauf-Versuch seit 8. April und damit seit mehr als zwei Monaten. Klar, war ich einige Male Fußball spielen, was auch einigermaßen ging. Allerdings habe ich den namensgebenden Sport dieses Blogs arg schleifen lassen. Heute also wieder. Nehme mir vor soweit zu laufen, wie ich kann. Das ist in diesem Fall ein Kilometer, dann macht sich die Wade bemerkbar. Zur Abwechslung aber dieses Mal die Rechte. An der problematischen Linken fehlt sich dank Pferdesalbe und Bandage nichts. Da ich in der rechten Wade keine Probleme hatte, lies ich sie unbehandelt – scheinbar ein Fehler. So macht das keinen Spaß. Ich trabe noch weiter bis zum Trim-Dich-Pfad an der Kirchenstraße, wo ich drei Mal 15 Wiederholungen von Liegestützen, Liegezügen sowie vier verschiedenen Sit-up Varianten mache. Beim Heimweg läufts noch unrunder. Insgesamt laufe ich 2,75 Kilometer in 13:50 Minuten mit einer Work-Out-Unterbrechung von 10 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,9 km/h ist gar nicht so schlecht dafür, dass ich mir vorkam, als würde ich nur humpeln und hinken wie der Glöckner höchstpersönlich.

Zuhause lege ich noch ein Work-Out nach, denn jetzt beginnt der Endspurt um bei der Hochzeit eine gute Figur zu machen. In zehn Tagen ist immerhin schon mein Jungesellenabschied :/Der Weg wird wohl nur über Fitness-Training und Schmerzen führen. Während Holland und Australien gerade ein torreiches Spielabliefern werde ich mir Spanien gegen Chile mit Eve in der Strandbar um die Ecke anschauen und ein paar Cocktails schlürfen. Dort hab ich erst gestern neue Videos für Eurosport gedreht:

https://de.eurosport.yahoo.com/video/sotipptderboss-kommt-spanien-zur-ck-164659751.html?soc_src=copy

Fast hätte ichs übersehen: Es gibt übrigens wieder die Raportage von Blumentopf!

26. Auf zum Atem!

Äpfel sind irgendwie lässich

Äpfel sind irgendwie lässich

7.2.2014 – Chrislers 30. Geburtstag
Wollte heute eigentlich um 7 aufstehen und laufen, doch Eve macht mir einen Strich durch die Rechnung indem sie auch schon so früh wach ist und in die Arbeit will. Ich entscheide mich gegen Laufen und für das Rund-um-Wohlfühlpackage mit Bananenkaba und Kopf-Massage. Bis auf 30 spontan Burpees zu Ehren der Football-Mannschaft Rosenheim Rebels, die ich gestern gefilmt habe, bleibe ich faul.

Abends hätte ich eigentlich Eishockey in Rosenheim filmen sollen, doch nachdem ich für 1 Kilometer am Mittleren Ring schon 15 Minuten gebraucht habe und im Radio überall auf der A8 Staumeldungen kamen, drehte ich kurzerhand um. Als ich zuhause Sherlock-Holmes-artig aus der Tatsache, dass Eves Laufschuhe weg waren schlussfolgerte, dass sie laufen war, machte ich mich auch auf die Socken. Da sie immer die gleiche Strecke läuft nahm ich mir als Ziel sie einzuholen. Dementsprechend zügig rannte ich los und fühlte mich unaufhaltsam. Mir machte das Laufen sogar Spaß! Das könnte zum einen daran gelegen haben, dass ich nach zwei Tagen Regeneration wieder volle Batterien hatte, zum Anderen war ich eigentlich noch nie abends laufen und damit ausgeschlafen. Für einen Morning-Hater wie mich schon eine ganz andere Sache. Gerade, dass ich nicht pfeifend durch die Gegend lief und jedem Passanten ein freundliches „wie gehts denn so!?“ an den Kopf warf. Eine Passantin küsste mich sogar! Zuerst machte sie aber ein unvergessliches Gesicht, als ich mit einem emotionslosen „Sös!“ an ihr vorbeilief. Ich brachte es aber dann nicht fertig einfach weiterzulaufen und erklärte Eve, dass ich mich gegen die Arbeit entschieden habe und jetzt ein bißchen Runden für den Weltfrieden drehen werde.

Im ungebremsten Galopp erreichte ich den Friedensengel und wollte eigentlich erst nur 10 Runden machen. Diese aber dafür umso schneller. Als ich 10 hatte dachte ich, ich könnte ja auch 15 laufen. Und als ich das geschafft hatte, nahm ich mir vor den Kader der Deutschen WeltmeisterMannschaft von 1990 nach Rückennummern durchzulaufen. Ich kam nicht drauf, wer die Nummer 21 hatte… Es war Günter Hermann! Das weiß doch eigentlich jedes Kind! Vielleicht wurde die gar nicht vergeben. Oder hatte die Köpke!? Naja, jedenfalls dachte ich mir dann, dass ich jetzt schon soweit gekommen war, dass ich auch gleich die 30 voll machen kann. Das tat ich. Und weil mein ältester Freund Chrisler heute Geburtstag hat legte ich zu seinen Ehren noch eine Vollgas-Bonus-Runde drauf. Guade Zeit! Nach 31 Runden war der Heimweg der reinste Spaziergang. Was nicht heißen soll, dass ich spazieren gegangen wäre. Laufen auf einer Ebene ist eben nicht so eine große Herausforderung, wenn man sonst nur bergauf läuft. Daheim gönne ich mir noch einen Apfel und bringe trotzdem nur das Negativgewicht von 86,4 Kilo auf die Waage. Eve meint: „Du gefällst mir so gut!“ Da hab ich mir jetzt ein paar Bier auf Ferdis Geburtstagsfeier verdient! Es waren schließlich hauptsächlich Weißbiere, weil diese isotonisch sind. Was immer das heißt. Bis um fünf war ich dennoch unterwegs. Aber keine Müdigkeit vorschützen! Es kommt heute zum dritten Squash-Duell mit meinem Bruder Philly! Bei der letzten Umfrage dazu haben 75% der Stimmen Philly als Sieger gesehen. Mal schauen, ob ich einen Außenseiter-Sieg landen kann wie die Seattle (HAHAHAHAHA) Seahawks!running-radek-26-gewicht

25. Start in den zweiten Monat

Umzugsfirma Knabl aus Bad Aibling

Umzugsfirma Knabl aus Bad Aibling

Tag 34: 4.2.2014 , 7:00 Uhr – Böckhams und Stefans Geburtstag – Guade Zeit!

Nach einem faulen Wochenende mit sündhaft-fetten Mitternachts-Burgern zum Super-Bowl greife ich jetzt wieder an. Dafür habe ich gestern Abend indisch gegessen. Chicken Tikka Masalla: Huhn mit scharfer Tomatensose. Habe auf das Brot verzichtet, so dass es als Low-Carb durchgeht und bin deswegen morgens wahrscheinlich einigermaßen fit. Mein linkes Knie und die Wade zwicken beim loslaufen, aber es bringt nichts zu jammmern, außer, wenn man für ein kleines Baby gehalten werden will. Also ignorier ichs. Bis zum Friedensengel ist es kein Problem. Die ersten 2 Kilometer laufe ich in knapp 10 Minuten. Vor 6 Jahrne hab ich in der Zeit noch einen ganzen Kilometer mehr geschafft. Jetzt bin ich aber mit 2 schon ganz glücklich.

Normalerweise müsste ich jetzt 34 Friedensengel-Runden laufen. Angesichts dieser zeitraubenden, Endlosspirale limitiere ich die Runden auf die Anzahl meiner Lebensjahre. Also nehme ich 30 Runden in Angriff. Die ersten 20 hab ich mittlerweile ganz gut im Kreuz. Der Kopf wird von der Monotonie immer müder, so dass ich ab der 21. jede Runde mein entsprechendes Lebensjahr Revue passieren lasse. So vergehen die nächsten Runden wie im Flug bis ich im Jahr 2014 angekommen bin. Lege der Korrektheit halber noch eine 31. Runde nach, weil ich mich ja im 31. Lebensjahr befinde.

Statt mich in der Kälte auszuruhen entscheide ich mich für laufende Regeneration. Will eigentlich nur nach Hause traben, doch so ein übermotiviertes Pärchen meinte, es kann mich überholen. Also gebe ich nochmal Gas und hänge diese dilettantischen Hobbyläufer bei der Steigung in der Kirchenstraße ab, wie einst Marco Pantani 1997 die Konkurrenz in Alpe d’Huez. Der Büffel von Berg am Laim fühlt sich in Hochform.

Sehe noch zwei Umzugslaster der Firma meines Kumpels Kusser. Da bekommt man auch gleich Lust umzuziehen!

Auf den Schlussmetern gebe ich nochmal alles und die Runtastic-App attestiert mir fabelhafte 16 Km/h. So schnell laufen normalerweise nur Geparden. Insgesamt war ich knapp 1,5 Stunden unterwegs. Wenn das mal keine Kriegserklärung an die Fett-Republik um meine Hüfte ist! Zuhause bin ich absolut am Ende und bin wie sooft nach dem Laufen schlecht gelaunt. Woran liegt das? Sollte man da nicht sowas wie Glücksgefühle haben? Wahrscheinlich fehlt mir einfach Eve’s morgentlich Kopf-Massage, die aufgrund des Fitness-Trainings in letzter Zeit allzuoft ausfällt.

24. Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel - 30 Friedensengelrunden

Der Weg ist das Ziel – 30 Friedensengelrunden

Tag 30: 31.1.2014 – Noch 183 Tage bis zur Hochzeit

Nach mehr als einer Woche stehe ich wieder um 7 Uhr auf um zu laufen. Habe gewichtstechnisch in letzter Zeit keine Fortschritte gemacht und die Erkenntnis gewonnen, dass dem Bauchfett nur durch Laufen Herr zu werden ist. Außerdem heiße ich ja Running Radek und nicht Squashing Radek.

Habe mir gestern zum Abendessen ein Omlett gemacht. Ich weiß, dass man das eigentlich anders schreibt, aber wir sind ja nicht in Schweden! Eier, Schafskäse, Schinken. Jede Menge Eiweiß. Deswegen bin ich wahrscheinlich einigermaßen wach. Ich mache mir vor dem Lauf einen Bananenshake, schnüre meine Schuhe und setze mich in Bewegung. Mittlerweile hat der Winter Einzug erhalten, was die Sache nicht einfacher macht. Lasse es langsam angehen. 30 Friedensengelrunden warten auf mich.

Das letzte Mal, als ich hier war, drehte die Fußballnationalmannschaft gerade den Film „Running Radek“. Jetzt hab ich den liebevoll „Frieder“ genannten Parkour wieder für mich allein. Sammle für jede Runde ein Stück Schnee. Die ersten 10 Runden sind schnell gedreht. Dann meldet sich der Schweinehund wieder zu Wort. In den darauffolgenden Runden male ich mir aus, wie ich ihm einen Stock in den Arsch ramme und ihn auf offener Flamme wendenderweise grille, wie es mein Körper mit der Tüte Fett über meinem stählernen Sixpack machen soll. Mhm… Schinken! Als ich die Hälfte geschafft habe, gönne ich mir einen Bissen vom Grüntee-Fruchtriegel, den mir mein Kollege Michael zusammen mit einem ganzen Korb voller Fitness-Essen zur Unterstützung geschenkt hat.

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Die zweiten 15 Runden sind reine Willenssache. Die richtige Motivationsmusik lässt mich mit Kopfkino die Monotonie des Treppauf-Treppabs vergessen und Rockys beste Kämpfe Revue passieren. Nimm das, Apollo Creed! In your Face, Clubber Lang! Fahr zur Hölle, Ivan Drago!

Weiterer Motivations-Tipp: keine schlechten Gedanken an einen ranlassen und Phrasen wie „aufgeben“, „nicht mehr können“, „sterben wollen“ und „am Arsch lecken“ aus dem Wortschatz streichen. Stattdessen einreden, dass es Spaß… naja, wenigstens Sinn macht. Idealerweise denkt man überhaupt nicht, sondern tut es einfach.

Ehe ich mich versehe hab ich 30 Runden geschafft und habe sogar Gänsehaut, als ich das letzte und damit 30. Stück Schnee platziere. Vielleicht liegts auch daran, dass ich so langsam war und es ziemlich kalt ist. Verzehre den letzten Rest Grüntee-Riegel und trete den Heimweg an. Durchbreche dabei erstmals seit Trainingsbeginn am 2.1. Die Schallmauer von 12 km/h auf dem Teilstück Kirchenstraße! Trotz 30 Friedensengelrunden in den Knochen laufe ich den letzten Kilometer mit einem für mich beinahe sensationellen Schnitt von 11,6 km/h. Mein Soll für heute ist mehr als erfüllt. Dennoch gibts natürlich die ein oder andere Einheit mit dem Fitnessrad. Überlege, ob ich das im großen Stil vertreiben soll. Immerhin haben es schon mindestens zwei Leute auf meinen Tipp hin gekauft. HSE würde es bestimmt mit Handkuss ins Sortiment aufnehmen, wenn ich in ein paar Monaten meine Vorher-Nachhergeschichte an das Fitnessrad kopple.

Fazit nach einem Monat Fitness-Training:

Gewicht: 87,8 Kg (stagniert)

Laufdistanz: 80 Kilometer

Squash: 9x (1 Sieg, 8 Niederlagen)

Fußball: 1x

Friedensengel-Runden: 101

Fitness-Rad: 20 Wiederholungen 3x am Tag

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

Fitness-Rad

Ernährung: krasses Verlangen nach Burgern

Fazit: Ohne Laufen ist das Gewicht relativ konstant geblieben. Habe mir vor allem auf meinem Frankfurt-Ausflug abends Pizza und Burger reingehauen. Zu Beginn des zweiten Trainings-Monats werde ich wieder jeden 2. Tag Laufen und abends möglichst eiweißhaltig essen.

Außname ist der Sonntag, der 2.2. an dem ich mit Eve eine nächtliche Superbowl-Party mit Burger und Budweiser-Bier feiern werde. Falls jemand am 3.2. ebenfalls frei hat oder danach direkt in die Arbeit gehen will: das Neumarkter-Stadion hat noch Plätze frei. Als alter South-Park-Fan bin ich natürlich für die Denver Broncos, für die dort sogar in der Kirche gebetet wird, während Seattle höchstens aus den Simpsons bekannt ist, weil es der lustigste Name für eine Stadt ist, den man sich vorstellen kann. Also: Let’s go, Broncos!

19. Bilanz nach 3 Wochen: 7 Kilo weniger

Squash mit K im Racket-Park Haar

Squash mit K im Racket-Park Haar

Tag 21: 22.01.2014, Noch 192 Tage bis zur Hochzeit

Die dritte Trainingswoche ist beendet. Wer dachte, ich läge am 20. Tag wieder auf der faulen Haut, der hat sich getäuscht! Ich habe jetzt eine 2mx1m große Sport-Matte in meinem Büro, auf der ich täglich mehrere Einheiten mit dem effektivsten aller Trainingsgeräte, dem Fitness-Rad absolviere.12 Wiederholungen pro Einheit, mindestens 3 Einheiten über den Tag verteilt. Damit kann ich mir Liegestützen und Situps getrost sparen, denn diese „Rollübungen“ stärken Arme, Beine, Rücken und Bauch, so dass spätestens ab der 10. Wiederholung die Muskeln zu brennen beginnen.

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Allerdings ist die Sport-Einheit dieses Mal zur Nachtschicht verkommen, da im Racket-Park Haar vor 22.15 Uhr kein Court frei war. Aber ich bin ja schon groß und darf so lange aufbleiben wie ich will. Also hab ich meinen Bruder Mike K Vegas abgeholt und bin mit ihm nach Haar gefahren.

Im Racket-Park haben wir erstemals den Center-Court gebucht, der sich durch eine zweite Glaswand auf der linken Seite und einen kürzeren Weg von den Umkleiden auszeichnet. Zweiteres wäre beim letzten Squash-Termine mit meinem Bruder Marc Vegas Gold wert gewesen, da das Licht zweimal ausfiel. Von Court 6 war es schon ein sehr weiter Weg zur Rezeption, was mich zusätzlich Energie gekostet hat. Gegen K wollte ich diesen Fehler nicht machen.

Dennoch begann das Match denkbar schlecht für mich. 2:11 im ersten Satz. Ab dem zweiten Satz kämpfte ich mich rein und konnte diesen für mich entscheiden. Den dritten Satz gab ich knapp ab und von da an gelang mir nichts mehr. Beziehungsweise: ich konnte machen was ich wollte, K machte die Punkte. Obwohl ich mich körperlich und geistig Fit fühlte und auch teilweise gute Bälle spielte, gingen die Sätze vier und fünf an K. Auch ein 6. Satz wurde noch gespielt, doch ich konnte ihm an diesem Tag einfach nicht das Wasser reichen. Spaß gemacht hat es dennoch – wie immer.

Positiver Nebeneffekt durch die späte Sport-Einheit war, dass man anschließend ausgepowert ins Bett fällt und nichts mehr essen muss. Der Körper kann so den „Nachbrenneffekt“ über Nacht ausnutzen und Fett im Schlaf abbauen. Den Beweis dafür lieferte heute morgen die Waage: 87,3 Kilogramm! Das ist Rekord-Minus-Gewicht. Kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt so wenig gewogen habe. Seit Beginn des Trainings habe ich damit knapp 7 Kilo in 3 Wochen abgenommen. Schraube meine Sport-Einheiten etwas zurück um meinem Körper wichtige Regeneration zu gönnen und meine Knochen und Gelenke zu schonen, was mir mein Privatarzt Doc Snyder verordnet hat.

Bilanz nach 3 Wochen intensivem Fitness-Training

Gewicht: 87,3 Kg (-7)

Laufdistanz: 70 Kilometer

Squash: 6x

November-Project: 3x (davon 2x richtig)

Friedensengel-Runden: 71

Liegestützen und Sit-Ups kann ich mir sparen, dank dem wesentlich effektiveren Fitenss-Rad!

täglich mehrmals  12 Wiederholungen

Ernährung: tagsüber halbwegs normal, Abends keine Kohlenhydrate, stattdessen Eiweiß (Eier, Milch, Käse, Tofu)

Fazit: Aller Anfang war ein Arschloch, aber der Fortschritt macht mich stolz. Ich fühle mich von Tag zu Tag fitter und damit besser. Dass jetzt schon drei Wochen vorbei sind, kann ich kaum glauben.

Was hältst Du vom Fitness-Rad?

15. Squash mit Gogo

Gogo Melone und Radek Vegas beim Squash in Haar

Gogo Melone und Radek Vegas beim Squash in Haar

Tag 15: 16.01.2014 – Noch 198 Tage bis zur Hochzeit

Hab mir heute Laufpause verordnet. Aber dafür ist Mittag mein erst gestern bestelltes Fitenss-Rad gekommen. Amazon-Prime machts möglich! Dieses kleine, unscheinbare Ding hat es in sich. Ein Bekannter von mir namens Max hat dieses Gerät schon seit Jahren. Und nur wenige Trainingseinheiten damit sind härter als alles andere, was man für Rücken und Bauchmuskeln machen kann. Man kniet sich hin und rollt soweit nach vorne wie es geht. Dabei merke ich, dass ich ganz schwache Muskeln im unteren Rückenbereich habe. Schaffe 12 Wiederholungen und nach einer Pause nochmal 10. Für heute soll das reichen. Bestelle mir aber gleich noch eine Fitness-Matte um die zu schonen und nicht auf dem kalten Boden trainieren zu müssen. Bin gespannt ob die morgen auch da ist.

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

Nebenbei mache ich noch ein paar Liegestützen. Und ich sage absichtlich Liegestützen, weil sich Liegestütze oder gar Liegestütz total blöd anhört. Hätte Gogo nicht spontan Bock auf Squash gehabt, ich hätte wohl wirklich eine ruhige Kugel geschoben. Doch so holt er mich um 17 Uhr ab. Bis 18.15 Uhr bekommen wir im Racket-Park Haar auch ohne Reservierung einen Court. Nach meinen beiden Niederlagen gegen K habe ich diesesmal die Nase vorn.

Es lief unter dem Titel: Squash ist ein Laufspiel. Der eine spielt, der andere läuft. Ich war heute der Spieler und habe alle sechs Sätze für mich entschieden, auch wenn manche sehr knapp waren.

VIDEO VOM SQUASH-MATCH ZWISCHEN RADEK UND GOGO

Anschließend liesen wir noch in der Sauna 15 Minuten die Pfunde schmelzen. Leider sind die Fotos nichts geworden, weil es dort sehr dunkel war.

Mein Abendessen fiel mehr als üppig aus! Wer soll denn das alles essen!? Wenn Gogo mir nicht geholfen hätte, wäre wohl die Hälfte in den Müll gewandert.

Üppiges Abendessen für Champions

Üppiges Abendessen für Champions

Morgen heißt es wieder: Morgenstund hat Gold im Mund. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer zuerst kommt, malt zu erst. Den letzten beißen die Hunde. Kurz: November Project mit dem kränksten Ehepaar der Welt und ein paar anderen Fitness-Fanatikern. Das heißt um 6 Uhr aufstehen und schön zum Friedensengel. Und das ist bestimmt noch der schönste Teil daran.

14. Motiviert dank Homeland

Statue von König Ludwig II. passend zum Ende der 2. Trainingswoche

Statue von König Ludwig II. passend zum Ende der 2. Trainingswoche

Tag 14: 15.01.2014 – Noch 199 Tage bis zur Hochzeit

Obwohl heute eigentlich ein lauffreier Squash-Tag geplant war, stelle ich nach dem Anschauen der TV-Serie Homeland Staffel 3, Folge 9 spontan den Wecker auf 7 Uhr.

ACHTUNG SPOILER

Dort schafft es unser aller Liebling Nicholas Brody innerhalb von 16 Tagen vom Junkie zurück zum Elitesoldaten. Ok, das Ganze wird mit einem Schnitt und einem Zeitsprung gemacht und ist Ausdruck davon, wie unrealistisch Homeland mittlerweile geworden ist, dennoch käme ich mir schwach vor, wenn ich ausgerechnet zum 2-wöchigen Trainingsjubiläum das warme Bett der kalten Straße vorzöge. Brody hat außerdem einen Abnehmtrick: eine Glatze. Damit ist er windschnittiger und wiegt weniger. Ich ziehe zumindest einen Haarschnitt in Erwägung.

Zu Homeland gabs gestern Backofengemüse auf Schafskäse nach dem Rezepttipp meines Bruders Al Vegas. MERCE! War lecker und sehr schnell zubereitet. Man muss dafür nur Schafskäse vierteln und in eine Auflaufform legen und Eve sagen, sie soll Paprika, Zucchini, Zwiebel, Tomaten und Knoblauch klein schneiden, mit Öl und Gewürzen mischen bevor sie es auf den Schafskäse bettet und für 30 Minuten in den Ofen stellt.

Rezept-Tipp von Al Vegas: Backofengemüse auf Schafskäse

Rezept-Tipp von Al Vegas: Backofengemüse auf Schafskäse

Während diverse Gestörte bereits um 6:30 Uhr am Eisbach zum November-Project-Kartendeck-Workout verabredet waren, bin ich selbst nach ausgiebigen 4 Stunden Schlaf hundearschlochmüde. Eve stammelt im Halbschlaf etwas von „Squashtag!?“ Ich wiege sie noch schnell in den Schlaf und mache mich auf die Socken. Sie meinte auch, dass ich inspirierend bin, so dass sie selbst jetzt „immer“ in einen Pilates-Kurs gehen will. Als Mahnmal hängen die Turnschuhe an der Türklinke und signalisieren, dass der Weg nach draußen nur über Sport führt. Challenge accepted!

Laufschuhe an der Wohnungstür mahnen zum Sport

Laufschuhe an der Wohnungstür mahnen zum Sport

Laufe mit schnellen Beinen los. Komm mir richtig schnell vor und bin in etwas mehr als 10 Minuten am Friedensengel. Ziehe meine 14 Runden ökologisches Fitness-Training durch und räume weiter am Friedensengel auf. Meine 13 gesammelten Teile von gestern liegen immer noch unberührt da. Heute kommen 14 weitere hinzu. Wenn das so weitergeht, dann ist der Friedensengel bald der sauberste Ort in München!

14 Runden ökologisches Fitness-Training am Friedensengel

14 Runden ökologisches Fitness-Training am Friedensengel

Mache auf dem Heimweg noch ein Selfie mit König Ludwig dem 2., dem ich meine zweite Trainingswoche widmen möchte, weil er es trotz mangelnder Schwimmkünste dennoch versucht hat. In diesem Sinne: Try hard or die trying.

Sportliche Erkenntnis: Laufen ist Haltungssache. Je aufrechter man läuft, desto weniger Kraft benötigt man und desto effizienter ist das Laufen.

Squash heute abend wird wohl ausfallen, da nur noch Courts ab 22.15 Uhr frei sind. Gut also, dass ich mein Pensum für heute schon erfüllt habe.

Meine Bilanz nach 2 Wochen Fitness-Training

Gewicht: 89 Kilogramm (-4 kg)

Laufdistanz: 62 Kilometer

Squash: 3x

November-Project: 2x

Friedensengel-Runden: 55

Liegestützen: könnten mehr sein

Sit-ups: ein paar

Essen: macht keinen Spaß mehr

Gesundheit: fühle mich stark und kluk und kewl

13. Sowas wie Spaß

Ein Teil für jede Runde am Friedensengel

Ein Teil für jede Runde am Friedensengel

Tag 13: 14.01.2014 – Noch 200 Tage bis zur Hochzeit

Ich stehe um 8 Uhr auf, weil ich Besuch vom Beauftragten für Praktikumsvergabe von der FOS bekomme. Ich werde demnächst wohl einen Praktikanten mein Eigen nennen dürfen. Das passt gut zu meinem Neujahres-Vorsatz „weniger Arbeiten“. Denn Arbeit hält einem vom Sport ab und bedeutet Stress. Stress führt zu Heißhunger und lässt Fett ansetzen. Also lieber arbeiten lassen, als arbeiten. Ist dann auch schon mal eine gute Vorbereitung auf den Vorruhestand, in den ich mich nach der Hochzeit begeben werde und vom Verfassung von Fitness- und Erziehungs-Ratgebern leben werde. Aber zurück in die Vergangenheit.

Nach dem Gespräch schnüre ich meine Laufschuhe und starte mit aufreizend lässiger Langsamkeit. Erstmals in diesem Jahr nieselt es, wenn ich laufe. Das stört mich aber nicht, im Gegenteil. Die abgas-verpestete Stadtluft ist dadurch besser zu ertragen. Bei der ersten Ampel habe ich ein ungewohntes Gefühl. Ich hätte sogar noch weiter laufen können! Ich lasse die Beine laufen und versuche den Oberkörper möglichst ruhig und aufrecht zu halten. Das funktioniert ganz gut und ich steigere langsam das Tempo. Pro Kilometer ein Km/h mehr. Beim Friedensengel komme ich nach knapp 15 Minuten an. Dort erwarten mich heute 13 Runden. Mir graust davor, aber zum Glück habe ich mein Pulver nicht schon auf dem Hinweg verschossen. Damit ich die Rundenanzahl in meinem sauerstoff-untersättigten Hirn nicht mitzählen muss, sammle ich pro Runde ein Müllstück auf (siehe Foto) und erfindet damit das ökologische Fitness-Training.

Warum ich eigentlich immer am Friedensengel laufe willst du wissen? Nein? Ich erzähls trotzdem. Als ich vor mehr als fünf Jahren nach München gezogen bin, lief ich regelmäßig mit meinem Satt-Fußball-Kollegen Hennes. Da wir damals noch fitter waren, war uns das ebenerdige Urban-Running nicht genug und wird wollten uns richtig auspowern. Unter der Devise, wer Treppen laufen kann, kann auch Flachstücke laufen. Auch, wenn die Laufeinheiten über die letzten fünf Jahre sukzessiv abgenommen haben, ist der Friedensengel immer ein fester Bestandteil eines München-Laufs. Außerdem ist der Wechsel von Anstrengung (aufwärts) und Entspannung (abwärts) effektiver als ein konstantes Tempo. Und welcher Freak will schon auf gerader Strecke Intervall-Training machen!?

Ich drehe also meine Runden am Friedensengel wie Rotor des besten Lieds, das je geschrieben wurde: Helicopter. Dfdfdfdf dfdfdfdf! Dabei verwirre ich den GPS-Satelliten anscheinend, so dass die Runtastic-App abstürzt. So habe ich keine exakten Trainingsdaten. Aber, schlau wie ich bin laufe ich den gleichen Heimweg, so dass ich die Daten vom Hinweg verdoppeln kann. Trotz der Rekord-Rundenanzahl von 13 habe ich auf dem Rückweg das erste Mal gute Laune und so etwas wie Spaß am Laufen. Morgen wird dennoch wieder Squash gespielt.

Fazit

  1. langsam los laufen

  2. Beine laufen lassen

  3. Oberkörper aufrecht halten

Habe mich gestern auch an der Low-Carb-Küche versucht und ein Hühner-Chili gekocht. War ganz ok, aber jetzt auch nicht so krass, dass ich es jeden Tag brächte. Wenn jemand leckere Low-Carb-Rezepte weiß, dann bitte her damit!

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