2. Kein Zuckerschlecken

Radek am Maximilianeum

3.1.2014 – Der zweite von 211 Tagen Fitnesstraining bis zur Hochzeit

Tag 2, 3.1.2014, 7:00 Uhr
Wieder katapultiert mich ein zu laut eingestellter Klingelton in die harte Realität zurück. Suche noch nach dem passenden Wake-up-Song, wenn es den für so eine unchristliche Uhrzeit überhaupt gibt. Vielleicht Iron Maiden oder Black Sabbath… Der Workout-Song aus Rocky war gestern noch die falsche Wahl. Mein Vorbild mag vielleicht den Klang eines Gonges. Meins ist es nicht. Das heutigige Lied von Tim McMorris „It’s a beautiful Day“ ist schon sehr ironisch. Das folgende, melancholische „Golden Brown“ von The Stranglers scheint mir da schon passender, da es in dem Lied, glaub ich, um die goldene Bräune von Schweinebraten geht. Mit Knödel und Soße! Mhm!
Auch, wenn Ernährungswissenschaftler jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Gestern gabs zur Belohnung am Abend einen leckeren Burger. Aber damit ich mir nicht ganz so sündig vorkomme trank ich ein Hibiskus-Ingwer-Getränk dazu. Tschau! Was ist aus mir geworden!? Mit einem halben Liter Bananenshake bin ich auf rund 1000 Kalorien an diesem Tag gekommen. Auch, wenn ich kein Fan von Diäten bin, achte ich am Anfang darauf nicht komplett zu sündigen. Meine Beine wollen nicht soviel Masse rumschleppen. Deswegen: Süßigkeiten oder Fressorgien müssen zunächst noch warten. Es wird kein Zuckerschlecken.
Die Beine tun noch weh von gestern, aber es ist der falsche Tag zum kneifen. Zumal das Bett gestern wiederholt unter meiner Last zusammengebrochen ist. Kein Witz. Klar ist es schon alt, aber es war schon irgendwie ein Zeichen – dass ich endlich ein neues Bett kaufen muss.
Wichtig ist: nicht wieder zu schnell loslaufen. Langsam in Bewegung setzen wie eine Lokomotive und dann das Tempo steigern – oder auch nicht. Es geht in die zweite Runde: Mann gegen Schwein(ehund). (Zitat aus „Die nackte Kanone 2 1/2“ als Ed gegen Hektor Savage boxen will.)
Im Schutz der Dunkelheit rollt der Radexpress los. Gestern wars dunkler. Liegts am Sonnenzyklus? Ist Einbildung? Oder eine Metapher für „Licht am Ende des Tunnels“? Wahrscheinlich liegts dran, dass ich 15 Minuten später los gelaufen bin als gestern.
Die ersten beiden Kilometer sind kein Problem. Diesesmal ohne Gopro-Kamera um die Brust bekomme ich auch besser Luft. Das Maiximilianeum ist in 15 Minuten erreicht.  Wo sonst ist Laufen jedes Mal eine Sightseeing-Tour!? An der Isar flussab weiter zum Friedensengel.

Der Münchner Friedensengel bei Sonnenaufgang am 3. Januar 2014

Der Münchner Friedensengel bei Sonnenaufgang am 3. Januar 2014

S für Super-Radek am Friedensengel

S für Super-Radek am Friedensengel

Da steht er wieder, der arrogante Sack! Zweiter Tag – zwei Runden. Das Kerzenherz mir dem S für „Super-Radek“ motiviert mich ungemein. Da ich unten angekommen bin muss ich sogar noch ein drittes Mal hoch. Damit sind die Kräfte für heute auch schon wieder aufgebraucht. Der restliche Heimweg ist Stop-and-go. Sehne mich jedesmal nach der nächsten Ampel. Vielen Dank an Kool Savas (That Smut Part 2) und Ben Moody (The End has come), die mich auf dem letzten Kilometer mit lauthalsem Geschrei unterstützt haben! Ohne euch hätte ich es nicht geschafft!
Die letzten Meter denke ich daran, dass ich längst zu Hause sein hätte müssen um Eve Kaffee ans Bett zu bringen! Das kitzelt den letzten Funken Kraft aus meinem schlaffen Körper. Zuhause Stelle ich fest, dass sie sich schon selbst einen gemacht hat. Ich muss schneller werden! Immerhin bin ich heute schon 0,5 Kilometer weiter gelaufen als gestern und das in 42 statt 40 Minuten.
Radek 2 – Schweinebratenbauch-Hund 0.

Live-Verfolgen und Anfeuern kann man mich über https://www.runtastic.com/de/benutzer/Radek-Vegas
Morgen ist Samstag. Sollte ich mir da eine Regenerationspause gönnen?

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Über Radek Vegas

Radek Vegas aus München 30 Jahre alt. Heirate am 2.8.2014 Muss bis dahin abnehmen und in Form kommen!

Veröffentlicht am 3. Januar 2014 in Running und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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