Archiv für den Monat Januar 2014

24. Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel - 30 Friedensengelrunden

Der Weg ist das Ziel – 30 Friedensengelrunden

Tag 30: 31.1.2014 – Noch 183 Tage bis zur Hochzeit

Nach mehr als einer Woche stehe ich wieder um 7 Uhr auf um zu laufen. Habe gewichtstechnisch in letzter Zeit keine Fortschritte gemacht und die Erkenntnis gewonnen, dass dem Bauchfett nur durch Laufen Herr zu werden ist. Außerdem heiße ich ja Running Radek und nicht Squashing Radek.

Habe mir gestern zum Abendessen ein Omlett gemacht. Ich weiß, dass man das eigentlich anders schreibt, aber wir sind ja nicht in Schweden! Eier, Schafskäse, Schinken. Jede Menge Eiweiß. Deswegen bin ich wahrscheinlich einigermaßen wach. Ich mache mir vor dem Lauf einen Bananenshake, schnüre meine Schuhe und setze mich in Bewegung. Mittlerweile hat der Winter Einzug erhalten, was die Sache nicht einfacher macht. Lasse es langsam angehen. 30 Friedensengelrunden warten auf mich.

Das letzte Mal, als ich hier war, drehte die Fußballnationalmannschaft gerade den Film „Running Radek“. Jetzt hab ich den liebevoll „Frieder“ genannten Parkour wieder für mich allein. Sammle für jede Runde ein Stück Schnee. Die ersten 10 Runden sind schnell gedreht. Dann meldet sich der Schweinehund wieder zu Wort. In den darauffolgenden Runden male ich mir aus, wie ich ihm einen Stock in den Arsch ramme und ihn auf offener Flamme wendenderweise grille, wie es mein Körper mit der Tüte Fett über meinem stählernen Sixpack machen soll. Mhm… Schinken! Als ich die Hälfte geschafft habe, gönne ich mir einen Bissen vom Grüntee-Fruchtriegel, den mir mein Kollege Michael zusammen mit einem ganzen Korb voller Fitness-Essen zur Unterstützung geschenkt hat.

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Grüntee-Fruchtriegel gibt mir Kraft für weitere 15 Runden

Die zweiten 15 Runden sind reine Willenssache. Die richtige Motivationsmusik lässt mich mit Kopfkino die Monotonie des Treppauf-Treppabs vergessen und Rockys beste Kämpfe Revue passieren. Nimm das, Apollo Creed! In your Face, Clubber Lang! Fahr zur Hölle, Ivan Drago!

Weiterer Motivations-Tipp: keine schlechten Gedanken an einen ranlassen und Phrasen wie „aufgeben“, „nicht mehr können“, „sterben wollen“ und „am Arsch lecken“ aus dem Wortschatz streichen. Stattdessen einreden, dass es Spaß… naja, wenigstens Sinn macht. Idealerweise denkt man überhaupt nicht, sondern tut es einfach.

Ehe ich mich versehe hab ich 30 Runden geschafft und habe sogar Gänsehaut, als ich das letzte und damit 30. Stück Schnee platziere. Vielleicht liegts auch daran, dass ich so langsam war und es ziemlich kalt ist. Verzehre den letzten Rest Grüntee-Riegel und trete den Heimweg an. Durchbreche dabei erstmals seit Trainingsbeginn am 2.1. Die Schallmauer von 12 km/h auf dem Teilstück Kirchenstraße! Trotz 30 Friedensengelrunden in den Knochen laufe ich den letzten Kilometer mit einem für mich beinahe sensationellen Schnitt von 11,6 km/h. Mein Soll für heute ist mehr als erfüllt. Dennoch gibts natürlich die ein oder andere Einheit mit dem Fitnessrad. Überlege, ob ich das im großen Stil vertreiben soll. Immerhin haben es schon mindestens zwei Leute auf meinen Tipp hin gekauft. HSE würde es bestimmt mit Handkuss ins Sortiment aufnehmen, wenn ich in ein paar Monaten meine Vorher-Nachhergeschichte an das Fitnessrad kopple.

Fazit nach einem Monat Fitness-Training:

Gewicht: 87,8 Kg (stagniert)

Laufdistanz: 80 Kilometer

Squash: 9x (1 Sieg, 8 Niederlagen)

Fußball: 1x

Friedensengel-Runden: 101

Fitness-Rad: 20 Wiederholungen 3x am Tag

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

Fitness-Rad

Ernährung: krasses Verlangen nach Burgern

Fazit: Ohne Laufen ist das Gewicht relativ konstant geblieben. Habe mir vor allem auf meinem Frankfurt-Ausflug abends Pizza und Burger reingehauen. Zu Beginn des zweiten Trainings-Monats werde ich wieder jeden 2. Tag Laufen und abends möglichst eiweißhaltig essen.

Außname ist der Sonntag, der 2.2. an dem ich mit Eve eine nächtliche Superbowl-Party mit Burger und Budweiser-Bier feiern werde. Falls jemand am 3.2. ebenfalls frei hat oder danach direkt in die Arbeit gehen will: das Neumarkter-Stadion hat noch Plätze frei. Als alter South-Park-Fan bin ich natürlich für die Denver Broncos, für die dort sogar in der Kirche gebetet wird, während Seattle höchstens aus den Simpsons bekannt ist, weil es der lustigste Name für eine Stadt ist, den man sich vorstellen kann. Also: Let’s go, Broncos!

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23. Radekfurt

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Auf dem Main Tower in Frankfurt

Tag 27: 28.1.2014 – Noch 186 Tage bis zur Hochzeit
Bin mit Eve in Frankfurt. Hatten einen anstrengenden Drehtermin auf der Bastelmesse. 7 Stunden anstrengende Kameraarbeit und Zeug schleppen. Ein Work-Out der etwas anderen Art. Weniger spaßig, dafür gut bezahlt. Nach getaner Arbeit fahren wir auf den Main Tower. In 190 Metern höhe ziehen wir uns den Sonnenuntergang. Hochhäuser sind irgendwie lässich. In Frankfurt stehen jede Menge davon rum. 31 um genau zu sein mit einer Mindesthöhe von 100 Metern. Darunter 14 Wolkenkratzer mit einer Höhe von 150 Metern oder mehr. Die zehn höchsten Häuser Deutschlands stehen in Frankfurt. Der Main Tower ist der vierthöchste nach dem Commerzbank-Tower, dem Messeturm und der Westendstraße 1. Zum Vergleich: das höchste Haus in München ist der Uptown Tower am Olympiazentrum mit 146 Metern und rangiert damit deutschlandweit nur auf Rang 20.
Gehen im Chicago Meatpacker essen. Bestelle den Chilli Cheeseburger mit Upgrade auf eine zweite Lage Fleisch. Geiles Brett! Trainiere im Hotel noch mir dem Fitnessrad. Schaffe mittlerweile 20 Wiederholungen.
Morgen früh gehts mit dem ICE wieder nach München. Dann wird wieder verstärkt morgens der Friedensengel angegriffen, da ich nach dem zwischenzeitlichem Abnehmerfolg einen Gang zurück geschalten habe. Habe die Erfahrung gemacht, dass man Bauchfett nur durch Laufen verliert und nicht durch Squash, Fußball oder das Fitnessrad. Doch die Muskeln, die ich dadurch aufgebaut habe, sollten dann mithelfen das letzte Fett zu verbrennen.

22. I can’t get no Sattisfaction

Unerfreuliches Hallenfußball

Unerfreuliches Hallenfußball

Tag 25: 26.1.2014 – Noch 188 Tage bis zur Hochzeit

Endlich mal wieder Fußballspielen! Mit den Jungs vom SV Satt haben wir am Samstag Nachmittag für 1,5 Stunden einen Court in der Soccarena im Olympiapark gemietet. Bilden aus 13 Spielern drei Mannschaften mit 4 Spielern. Mein Team ist das Fünferteam und hat den Luxus eines Auswechselspielers, was bei 7 Minuten Vollgas-Fuasboi eigentlich ein Vorteil hätte sein müssen. Dennoch gewinnen wir kein einziges Spiel. Mit dem Ball kann ich noch umgehen, dennoch bin höchstens bei 50% meiner Leistungsfähigkeit. Heißt ich muss noch mehr Kondition bolzen und wieder öfter zum Friedensengel. Bin trotzdem davon überzeugt, dass ich dieses Jahr meine beste Saison seit langem spielen werde, was allerdings auch nicht schwierig ist, da ich die letzten drei Jahre überwiegend verletzt war, wenn ich nicht gerade verkatert war oder keine Kondition hatte. Anders als beim Squash ist es mir beim Fußball nach all den Jahren leider immer noch nicht egal, wenn ich verliere. Da wir keines unserer 6 Spiele gewinnen sinkt meine Stimmung gegen Null und ich bin froh, als es vorbei ist. Heize angefressen nach Aibling zu den Fireballs, wo sich meine Laune durch den überragenden 105:55-Sieg der Mädels wieder bessert. Trage zudem zwei Verletzungen davon. Die obligatorische Schürfwunde am Knie und einen Pferdekuss (warum heißt das so?) im Oberschenkel. Merce, Ellinger.

Am Sonntag war ich bei der Karate-WM in Feldkirchen. Allerdings nur zum Filmen. Montag bis Mittwoch gehts mit Eve nach Frankfurt für einen Videodreh. Werd dorthin aber Laufschuhe und das Fitnessrad mitnehmen, das sich bereits zwei Leute aus meinem Bekanntenkreis gekauft haben 🙂 Ich bin auf eure Berichte gespannt!

21. „Non-Smokin“ Radek Frazier vs. Muhammad „The Greatest“ Philly

Phil und Radek Vegas nach ihrem 2. Duell

Phil und Radek Vegas nach ihrem 2. Duell

Tag 24: 25.01.2014 – Noch 189 Tage bis zur Hochzeit

Nach dem Squash-Match des Jahrhunderts gegen meinen Bruder Muhammad „the Greatest“ Philly (formerly know as Gassius Gay) wollte ich, „Non-Smokin“ Radek Frazier, am Freitag eigentlich einen ruhigen Tag mit Büro-Fitness-Training mit meinem geliebten Fitness-Rad einlegen. Doch wie’s der Zufall will, war im Racket-Park Haar zur besten Sendezeit um 18.45 Uhr ein Court frei! Da habe ich nicht lange gefackelt und die erst gestern geforderte Revanche schien in greifbare Nähe zu rücken: The Thrilla von Haarnilla!

Leider streikte die Gopro, so dass die bereits im ersten Satz hochklassigen Ballwechsel nicht für die Ewigkeit festgehalten werden konnten. Ich ging hochmotiviert in die Partie, auch wenn die Beine nicht so frisch waren wie gestern. So konnte ich mir den ersten Satz sichern. Danach kam Philly immer besser ins Spiel und hatte im Vergleich zum Vortag noch besssere Schläge im Repertoire. Vier Sätze in Folge kämpfte ich mich ab, rannte, ackerte, Seleschte. Doch Philly schwebte wie ein Schmetterling und stach wie eine Hornisse. Erst im Satz um die goldene Ananas lies er mir nochmal eine Chance und ich konnte mit viel Kampf noch einen Satz mit Ach und Krach gewinnen. Am Ende 2:4 nach Sätzen in denen ich nicht wirklich schlechter war. Philly war aber einfach noch besser. Er lies sich auf von einem Bauchschuss nicht aus dem Konzept bringen. Allmächtiger, was für ein Champion! Ich hab ihn mit Schlägen traktiert, die eine Stadtmauer zum Einsturz gebracht hätten, und er hat sie weggesteckt. Was für ein Kämpfer!Ich werde wieder aufstehen und ihn erneut fordern. Denn es ist egal, wie oft man zu Boden geht! Wichtig ist nur, dass man immer wieder aufsteht!

Noch ein schöner Spruch zum Thema Diät von Box- und Grill-Legende George Foreman: „Ich war mal zwei Wochen auf Diät. Alles, was ich verloren habe, waren zwei Wochen.“

Heute gehts sportlich weiter mit Fußball in der SoccaFive-Arena im Olympia-Zentrum. Anschließend pushe ich die FireGirls zum Heimsieg in der 2. Damen Basketball Bundesliga gegen Fellbach. Auf geht’s Aibling!!!

2. Damen Basketball Bundesliga: Bad Aibling vs. Fellbach

2. Damen Basketball Bundesliga: Bad Aibling vs. Fellbach

20. Der Moniker Seles des Squashes

Der Moniker Seles des Squash

Der Moniker Seles des Squash

Tag 22: 23.01.2014 – Noch 190 Tage bis zur Hochzeit

Mein Projekt schlägt Wellen. Eve findet, ich bin inspirierend. Mein Boss bei Eurosport hat sich das Fitness-Rad gekauft! Eine größere Ehre gibt es fast nicht 🙂 Adidas hat mein Projekt für einen Werbespot mit der deutschen Fußballnationalmannschaft adaptiert. Leute, die ich zehn Jahre nicht gesehen habe, wollen mit mir Squash spielen und andere gratulieren mir zu Hochzeit. Andere schreiben mir auf Facebook, warum ich vor dem PC sitze und nicht draußen auf der Straße beim Trainieren bin. Dieses Feedback ist unglaublich motivierend und ich freue mich über jeden, der diesen Blog liest, kommentiert oder sogar „liked“. Diese Öffentlichmachung ist ein wichtiger Pluspunkt im Kampf gegen den Schweinehund. Anfangs habe ich noch ein Zählspiel daraus gemacht, wenn ich gegen den Schweinehund gewonnen habe, doch das ist mittlerweile nicht der Rede wert. Denn nach drei Wochen und einem Tag fällt mir es mir nicht schwer mich für Sport zu motivieren. Auch, wenn das Laufen reduziert wurde, hat Squash doch einen großen Anteil daran, dass ich mich nicht nur körperlich, sondern auch geistig fitter fühle. Mir kommts fast sovor, als würde diese sportliche Betätigung in Kombination mit räumlichem Denken und der Koordination von Augen, Händen und Füßen mein arg an stupide Computerarbeit gewöhntes Hirn wieder entschlacken. Merce, Squash! Kann man nur empfehlen.

Radek & Phil Vegas beim Squash in Haar

Radek & Phil Vegas beim Squash in Haar

Deswegen war ich heute auch wieder im Racket-Park Haar. Endlich hat es mal geklappt mit dem Duell gegen meinen Bruder Phil. Nachdem ich gegen K und Marc schon verloren hatte, wollte ich den Bruder-Loser-Hattrick natürlich verhindern. Angesichts meiner zahlreichen Squash-Einheiten in der jüngsten Vergangenheit sah ich meine Chancen bei 60:40 oder vielleicht sogar 70:40. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Partien bestand Philly darauf bis 15 zu spielen. Bisher haben wir immer bis 11 gespielt, weil wir dachten, das passt schon. Bis 11 hätte ich 5 von 6 Sätzen gewonnen. Allerdings drehte Philly zum Ende der Sätze richtig auf, während mir die Puste ausging, weil er mich stark forderte und an meine Grenzen trieb. Jeder gewann zwei Sätze, die meist nur mit dem mindest-Vorsprung von  zwei Punkten gewonnen wurden. Philly lobte meine Spritzigkeit, mit der ich scheinbar aussichtslos Bälle mit einem verzweifelten, schmerzerfüllten Schrei noch erwischte. Aufgrund meines Gestöhnes fühle ich mich wie Moniker Seles in seiner besten Zeit. Noch vor zwei Wochen undenkbar. Da war ich höchstens so stark wie der Moniker nach dem Attentat von Günter Parche. Ich musste den fünften Satz trotzdem abgeben. Im sechsten Satz setzen wir nochmal einen drauf. An Spannung war dieser kaum zu übertreffen. Ich hatte mit 15:14 schon Matchball, aber Philly drehte den Spieß nochmal um und trotz eines Becker-Hechts erreichte ich seinen letzten Schlag nicht mehr, so dass er viel umjubelt den sechsten Satz für sich entscheiden konnte. Trotz der 2:4-Niederlage fühlte ich mich nicht wie ein Verlierer. Es war ein sehr gutes Match auf absoluter Augenhöhe. Außerdem geht es beim Squash ja nicht ums gewinnen, sondern darum sich richtig auszupowern. Und das haben wir beide geschafft. Geiles Brett! Dennoch freue ich mich schon auf die Revanche.

BEST-OF VIDEO DER VEGAS-BRÜDER BEIM SQUASH

19. Bilanz nach 3 Wochen: 7 Kilo weniger

Squash mit K im Racket-Park Haar

Squash mit K im Racket-Park Haar

Tag 21: 22.01.2014, Noch 192 Tage bis zur Hochzeit

Die dritte Trainingswoche ist beendet. Wer dachte, ich läge am 20. Tag wieder auf der faulen Haut, der hat sich getäuscht! Ich habe jetzt eine 2mx1m große Sport-Matte in meinem Büro, auf der ich täglich mehrere Einheiten mit dem effektivsten aller Trainingsgeräte, dem Fitness-Rad absolviere.12 Wiederholungen pro Einheit, mindestens 3 Einheiten über den Tag verteilt. Damit kann ich mir Liegestützen und Situps getrost sparen, denn diese „Rollübungen“ stärken Arme, Beine, Rücken und Bauch, so dass spätestens ab der 10. Wiederholung die Muskeln zu brennen beginnen.

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Das Fitness-Rad macht Radek fitt

Allerdings ist die Sport-Einheit dieses Mal zur Nachtschicht verkommen, da im Racket-Park Haar vor 22.15 Uhr kein Court frei war. Aber ich bin ja schon groß und darf so lange aufbleiben wie ich will. Also hab ich meinen Bruder Mike K Vegas abgeholt und bin mit ihm nach Haar gefahren.

Im Racket-Park haben wir erstemals den Center-Court gebucht, der sich durch eine zweite Glaswand auf der linken Seite und einen kürzeren Weg von den Umkleiden auszeichnet. Zweiteres wäre beim letzten Squash-Termine mit meinem Bruder Marc Vegas Gold wert gewesen, da das Licht zweimal ausfiel. Von Court 6 war es schon ein sehr weiter Weg zur Rezeption, was mich zusätzlich Energie gekostet hat. Gegen K wollte ich diesen Fehler nicht machen.

Dennoch begann das Match denkbar schlecht für mich. 2:11 im ersten Satz. Ab dem zweiten Satz kämpfte ich mich rein und konnte diesen für mich entscheiden. Den dritten Satz gab ich knapp ab und von da an gelang mir nichts mehr. Beziehungsweise: ich konnte machen was ich wollte, K machte die Punkte. Obwohl ich mich körperlich und geistig Fit fühlte und auch teilweise gute Bälle spielte, gingen die Sätze vier und fünf an K. Auch ein 6. Satz wurde noch gespielt, doch ich konnte ihm an diesem Tag einfach nicht das Wasser reichen. Spaß gemacht hat es dennoch – wie immer.

Positiver Nebeneffekt durch die späte Sport-Einheit war, dass man anschließend ausgepowert ins Bett fällt und nichts mehr essen muss. Der Körper kann so den „Nachbrenneffekt“ über Nacht ausnutzen und Fett im Schlaf abbauen. Den Beweis dafür lieferte heute morgen die Waage: 87,3 Kilogramm! Das ist Rekord-Minus-Gewicht. Kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt so wenig gewogen habe. Seit Beginn des Trainings habe ich damit knapp 7 Kilo in 3 Wochen abgenommen. Schraube meine Sport-Einheiten etwas zurück um meinem Körper wichtige Regeneration zu gönnen und meine Knochen und Gelenke zu schonen, was mir mein Privatarzt Doc Snyder verordnet hat.

Bilanz nach 3 Wochen intensivem Fitness-Training

Gewicht: 87,3 Kg (-7)

Laufdistanz: 70 Kilometer

Squash: 6x

November-Project: 3x (davon 2x richtig)

Friedensengel-Runden: 71

Liegestützen und Sit-Ups kann ich mir sparen, dank dem wesentlich effektiveren Fitenss-Rad!

täglich mehrmals  12 Wiederholungen

Ernährung: tagsüber halbwegs normal, Abends keine Kohlenhydrate, stattdessen Eiweiß (Eier, Milch, Käse, Tofu)

Fazit: Aller Anfang war ein Arschloch, aber der Fortschritt macht mich stolz. Ich fühle mich von Tag zu Tag fitter und damit besser. Dass jetzt schon drei Wochen vorbei sind, kann ich kaum glauben.

Was hältst Du vom Fitness-Rad?

18. Running Radek – Der Film

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu "Running Radek - Der Film"

Radek-Darsteller bei den Dreharbeiten zu „Running Radek – Der Film“

Tag 19: 20.01.2014 – Noch 194 Tage bis zur Hochzeit

Habe gestern eine Pause eingelegt. Die erste seit ich am 2. Januar mit dem Training angefangen habe. War etwas geplättet von der Geburtstagsparty meines Bruders Al Vegas, wo ich durch extrem Barkeeping eine Nachtschicht eingelegt habe. Da traf es sich gut, dass mein Privatarzt Doc Snyder mir reglmäßige Pausen vom Sport verordnete. Er mache sich Sorgen um meine Knochen, wenn ich das Programm 200 Tage durchziehen würde. Also verbrachte ich den ganzen Sonntag auf der faulen Haut um heute wieder anzugreifen. Die Nachwirkungen sind noch in Form von Müdigkeit zu spüren, aber das wird sich schon geben, wenn ich erstmal draußen in der großen, kalten Welt bin. Zusätzlich mixe ich mir einen Bananenshake. Und Milch soll ja auch gut für die Knochen sein.

Versuche im Laufen noch ein bißchen zu schlafen, aber das klappt nicht so gut, weil am Montag Morgen die ganzen Arbeiterameisen eine eigentlich gerade Strecke zu einem Hindernislauf machen. Dem nicht genug muss ich ungläubig mitansehen, wie so ein Idiot seinen rattenähnlichen Hund mitten auf den Bürgersteig scheißen lässt. Diese Stadt geht vor die Hunde. Aber der Höhepunkt kommt ja erst noch. Als ich am Friedensengel ankomme, da stehen da diese ganzen Arschlöcher. Wollen die mich verarschen!? Ist der Friedensengel jetzt etwa sowas wie eine Touristenattraktion? Wollen sie jetzt dann Busse voller Asiaten herkarren, damit die auch mal eine Runde laufen können? Auf Nachfrage wird mir bescheinigt, dass dort ein Film gedreht wird. Alles klar! Das wurde aber auch Zeit! Da läuft man sich knapp 20 Tage die Hacken blutig und dann merkts auch Hollywood – oder zumindest die Bavarria Filmstudios. Jetzt ist mir auch klar, warum da 20 Klone von mir herumhampelten. Für jede Runde einer. Wäre ja unmöglich, wenn das ein einziger Radek-Darsteller machen müsste. Man lässt ja auch keinen Reinhold Messner-Darsteller alleine den Nanga Parbat besteigen. Geschweige denn den Lhotse.

Frage mich, wer mich wohl spielen wird. Anfangs bestimmt Philipp Seymore Hoffman oder der Typ, der den Bruder von Cameron Diaz in Verrückt nach Marry gespielt hat. Nach einem Schnitt und der Einblendung „200 Tage später“ wahrscheinlich Jason Statham. Oder aber vorher und nachher Method-Actor Christian Bale, der sich erst 20 Kilo anfuttert und dann locker wieder abtrainiert. Oder was meinst du?

17. Squash mit Mark Vegas

Vegas-Brüder beim Squash

Vegas-Brüder beim Squash

Tag 17: 18.01.2014 – Al Vegas‘ 30. Geburtstag, noch 196 Tage  bis zur Hochzeit

Mein Bruder Mark Vegas fordert mich spontan zum Samstag-Squash. Wir fahren in den Racket-Park Haar. Nach K und Gogo ist er mein dritter Squash-Gegner und bisher auch der stärkste. Räume mir nicht viele Chancen ein und bin überrascht, dass ich ihn in den ersten drei Sätzen immer in die Verlängerung zwingen konnte. Einen der drei Sätze konnet ich sogar gewinnen, bei den anderen beiden, hatte ich zumindest die schon mal Satzball. Nach den sehr spannenden und hochklassigen Sätzen traf in den folgenden so gut wie nix mehr. Vor allem sein Aufschlag hat mir das Genick gebrochen. Ich habe einfach keine Einstellung dazu gefunden und so mindestens die Hälfte der Punkte verloren. Und so gingen auch die Sätze vier und fünf relativ klar an Mark. War dennoch ein sehr unterhaltsames Spiel.

Nachdem wir beim Squash an die 1000 Kalorien verbrannt haben, gehen wir noch in die Hamburgerei und genehmigen uns einen „Mexikaner“. Geiles Brett!

Der "Mexikaner" in der Hamburgerei

Der „Mexikaner“ in der Hamburgerei

Habe aber noch einen Geheimtipp in Sachen einfacher Gewichts-Reduktion: Eve schneidet mir die Haare. Ich finde sie ein bißchen zu kurz. Sie meint: „Die Frisur schaut toll aus. Ich könnte dich umschmeißen, so schön!“

Was meint ihr?

Windschnittiger Kurzhaarschnitt

Windschnittiger Kurzhaarschnitt

Heute abend gibts noch ein Special-Workout im Barkeeping auf der Party von Bruder Al.

16. Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft

Teilnehmer des November Projects am 17.01.2014 - und ich

Teilnehmer des November Projects am 17.01.2014 – und ich

Tag 16: 17.1.2014 – Noch 197 Tage bis zur Hochzeit

6 Uhr aufgestanden, 6:30 Uhr am Friedensengel

Drill-Sergeant Sarah hat mich unter dem Vorwand mich unterstützen zu wollen hingelockt. In Wahrheit ist es aber demotivierend zu sehen wie unfit ich im Vergleich zu diesen Adrenalin-Junkies bin.

Luke und Drill-Sergeant Sarah haben auch noch Geburtstag. GUADE ZEIT! Doch die wollen sie nicht allen gönnen. Der Drill-Sergeant macht seinem Ruf nicht nur alle Ehre, sie setzt sogar noch einen drauf und tanzt tatsächlich mit einer Trillerpfeife am Friedensengel an. Zum November Project will sie damit ihrem zu bemittleidenden Ehemann Luke, dem harmlos-naiven Gogo und selbst mir so richtig Beine machen. Wir laufen alle die 48 Stufen rauf und runter. Während die beiden anderen Gestörten im wahrsten Sinne des Wortes nach Sarahs Pfeife tanzen und bei jeden Pfiff Liegestützen, Kniebeugen oder eine andere kranke Übung performen, spüle ich routiniert mit Musik in den Ohren meine obligatorischen 16 Friedensengelrunden ab. Ihre Pfiffe kann ich wegen der Kopfhörer leider nicht hören. So bin ich viel schneller fertig – in jeglicher Hinsicht. Zur Belohnung bekommen alle vom Drill-Sergeant einen Powerriegel. Frühstücken gemeinsam.

Drill Sergeant Sarah mit Triller Pfeife

Drill Sergeant Sarah mit Triller Pfeife

Auf dem Heimweg fühlen sich meine Beine wie Blei an. Adaptiere den Laufstil meines tschechischen Landsmannes Emil Zatopek – aufgrund seiner optischen Schwergängigkeit „die tschechische Lokomotive“ genannt. Dennoch gewann er 1952 bei den Olympischen Spielen in Helsinki Gold im Marathon. 1997 wurde er in Tschechien zum „Athleten des Jahrhunderts“ gewählt. Im Februar 2013 wählten ihn die Journalisten des Runner’s World Magazine zum größten Läufer aller Zeiten. Da war ich aber noch inaktiv.

Von ihm ist übrigens das Zitat: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“

15. Squash mit Gogo

Gogo Melone und Radek Vegas beim Squash in Haar

Gogo Melone und Radek Vegas beim Squash in Haar

Tag 15: 16.01.2014 – Noch 198 Tage bis zur Hochzeit

Hab mir heute Laufpause verordnet. Aber dafür ist Mittag mein erst gestern bestelltes Fitenss-Rad gekommen. Amazon-Prime machts möglich! Dieses kleine, unscheinbare Ding hat es in sich. Ein Bekannter von mir namens Max hat dieses Gerät schon seit Jahren. Und nur wenige Trainingseinheiten damit sind härter als alles andere, was man für Rücken und Bauchmuskeln machen kann. Man kniet sich hin und rollt soweit nach vorne wie es geht. Dabei merke ich, dass ich ganz schwache Muskeln im unteren Rückenbereich habe. Schaffe 12 Wiederholungen und nach einer Pause nochmal 10. Für heute soll das reichen. Bestelle mir aber gleich noch eine Fitness-Matte um die zu schonen und nicht auf dem kalten Boden trainieren zu müssen. Bin gespannt ob die morgen auch da ist.

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

unscheinbares Teil, aber große Wirkung

Nebenbei mache ich noch ein paar Liegestützen. Und ich sage absichtlich Liegestützen, weil sich Liegestütze oder gar Liegestütz total blöd anhört. Hätte Gogo nicht spontan Bock auf Squash gehabt, ich hätte wohl wirklich eine ruhige Kugel geschoben. Doch so holt er mich um 17 Uhr ab. Bis 18.15 Uhr bekommen wir im Racket-Park Haar auch ohne Reservierung einen Court. Nach meinen beiden Niederlagen gegen K habe ich diesesmal die Nase vorn.

Es lief unter dem Titel: Squash ist ein Laufspiel. Der eine spielt, der andere läuft. Ich war heute der Spieler und habe alle sechs Sätze für mich entschieden, auch wenn manche sehr knapp waren.

VIDEO VOM SQUASH-MATCH ZWISCHEN RADEK UND GOGO

Anschließend liesen wir noch in der Sauna 15 Minuten die Pfunde schmelzen. Leider sind die Fotos nichts geworden, weil es dort sehr dunkel war.

Mein Abendessen fiel mehr als üppig aus! Wer soll denn das alles essen!? Wenn Gogo mir nicht geholfen hätte, wäre wohl die Hälfte in den Müll gewandert.

Üppiges Abendessen für Champions

Üppiges Abendessen für Champions

Morgen heißt es wieder: Morgenstund hat Gold im Mund. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer zuerst kommt, malt zu erst. Den letzten beißen die Hunde. Kurz: November Project mit dem kränksten Ehepaar der Welt und ein paar anderen Fitness-Fanatikern. Das heißt um 6 Uhr aufstehen und schön zum Friedensengel. Und das ist bestimmt noch der schönste Teil daran.

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